Sechs Schläger in U-Haft

Prügel-Attacke von Bergen-Enkheim lief „aus dem Ruder“

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Frankfurt - Sieben jungen Männern wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, vier stehen wegen Beihilfe vor Gericht. Ihr Opfer: Der 16-jährige Leon, der fast zu Tode geprügelt wurde. Jetzt müssen sich die Schläger verantworten. 

Im Streit um ein Mädchen sollen die Angeklagten im Alter von 16 bis 30 Jahren dem Jugendlichen Anfang Mai in Bergen-Enkheim aufgelauert und ihn so heftig getreten und geschlagen haben, dass er beinahe starb.

Die blutige Attacke auf einen 16-Jährigen, wegen der elf Männer und Jugendliche in Frankfurt derzeit vor Gericht stehen, ist nach Darstellung eines Angeklagten „aus dem Ruder gelaufen“. Er habe während der Schlägerei im Mai 2013 versucht, beschwichtigend auf die Mitangeklagten einzuwirken, sagte der 19-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht. Dies sei aber nicht gelungen.

Vor der Wohnung der Mutter aufgelauert

Der 16-Jährige wurde im Stadtteil Bergen-Enkheim nach einem Streit an einem Samstagabend vor der Wohnung seiner Mutter angegriffen. Selbst als der Jugendliche schon wehrlos am Boden lag wurde er von der Gruppe mit Schlägen und Fußtritten attackiert und fast umgebracht worden.

Die Staatsanwaltschaft legt sieben von ihnen versuchten Totschlag und den übrigen Beihilfe zur Last. Sechs sitzen in Untersuchungshaft. Der Prozess soll bis Mai dauern. dpa/red

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