Prozessbeginn am Landgericht Frankfurt

Mordversuch an Ehefrau mit Kissen

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Heimtückischer Mord: Am Montag war Prozessbeginn gegen einen 39-Jährigen der seine Frau mit einem Kissen ersticken wollte.

Frankfurt - Weil er seine Ehefrau nach der Trennung mit einem Kissen ersticken wollte, muss sich seit Montag ein 39 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Anklage legt ihm einen heimtückischen Mordversuch zur Last.

Laut Staatsanwaltschaft lauerte er im Januar auf der Kellertreppe seiner Frau auf, schob sie in die Wohnung, setzte sich auf sie, hielt ihr das Kissen aufs Gesicht und drohte, sie zu töten. Danach klebte er ihr den Mund mit Klebeband zu. Nach dem Einschreiten einer Nachbarin flüchtete der Mann jedoch.

Opfer war Putzfrau des Oberstaatsanwalts

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Am ersten von fünf geplanten Verhandlungstagen wurde lediglich die Anklage verlesen. Im Anschluss rügte die Verteidigung die Besetzung der Schwurgerichtskammer. Im Vorfeld hatte sich der reguläre Kammervorsitzender selbst wegen Befangenheit abgelehnt. Er pflegt zu einem als Kronzeugen geladenen Oberstaatsanwalt enge private Verbindungen.
Dem Strafverfolger hatte die Frau, die in einer gerichtsnahen Kantine als Reinigungskraft tätig war, umfangreiche Einzelheiten anvertraut. Die Schwurgerichtskammer will noch in dieser Woche über die Besetzungsrüge entscheiden. Der Oberstaatsanwalt soll in der kommenden Woche in den Zeugenstand. dpa

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