Selbstjustiz: Zwei Männer getötet

Bluttat am Frankfurter Gericht - Prozessbeginn

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Frankfurt - In Frankfurt beginnt am Dienstag ein spektakulärer Doppelmordprozess. Ein 48-Jähriger muss sich wegen zweifachen Mordes verantworten. Er soll zwei Männer auf dem Weg zu ihrer Verhandlung im Frankfurter Gerichtsviertel getötet haben.

Die beiden 45 und 50 Jahre alten Opfer starben am Morgen des 24. Januar durch Kugeln und Messerstiche.

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Der Anschlag hatte eine Vorgeschichte: ein Totschlagsprozess gegen die beiden Opfer im Jahr 2008. Damals waren die Rollen vertauscht. Die beiden späteren Opfer standen als Angeklagte vor Gericht - der Getötete war der Bruder des jetzigen Angeklagten. Es ging um eine tödliche Messerstecherei unter Autohändlern. Vor Gericht wurden die Männer vom Totschlagsvorwurf freigesprochen, denn möglicherweise war es Notwehr. Im Januar sollte es nach Revision einen zweiten Prozess geben. Den nutzte der 48-Jährige zur Selbstjustiz.

dpa

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