Anlagebetrüger auf der Anklagebank in Frankfurt

Prozessbeginn: Betrug um 10,5 Millionen Euro

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Die Opfer wurden gelockt in Immobilien und erneuerbare Energie zu investieren. Opferschaden insgesamt: 10,5 Millionen Euro.

Frankfurt - Vor dem Frankfurter Landgericht hat am Freitag der Prozess gegen drei mutmaßliche Anlagebetrüger begonnen. Sie sollen 600 Anleger um insgesamt 10,5 Millionen Euro betrogen haben.

Die Anklage legt den zwischen 41 und 68 Jahre alten Männern zur Last, fast 600 Anleger in einer Gesamthöhe von 10,5 Millionen Euro geschädigt zu haben. Ihren Opfern hätten die drei gemeinschaftlichen Geschäftsführer hohe Renditen versprochen, wenn sie in Immobilien oder erneuerbare Energien investierten.

Am ersten Verhandlungstag geriet der Prozess allerdings noch vor der Verlesung der 50 Seiten starken Anklageschrift ins Stocken. Der Verteidiger des 41-jährigen sei unmittelbar vor Verhandlungsbeginn mit starken Schmerzen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der Vorsitzende Richter mit. Ohne alle Rechtsanwälte könne man vorerst nicht weitermachen.

Der Prozess soll nun in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Die Wirtschaftsstrafkammer hat bereits bis Mitte Juni vorausterminiert. 38 Zeugen sollen vor Gericht gehört werden, dazu auch zahlreiche Sachverständige. Die Angeklagten waren im Sommer vergangenen Jahres festgenommen worden.

dpa

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