Protest: Sie wollen bald ein Haus besetzen

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Protest in Neu-Isenburg: 40 Jugendliche verliehen am Samstag vor einer Woche ihrem Protest Ausdruck. Sie wollen ein selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum.

Neu-Isenburg – „Wenn ihr uns kein Haus gebt, nehmen wir uns eins“ teilt die Antifa in einem Schreiben an die Stadt Neu-Isenburg mit. Damit unterstützt sie die I-Punkt-Inititave. Die fordert, dass Räume geschaffen werden für ein selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum.  Von Jennifer Dreher

Bürgermeister Herbert Hunkel gefällt diese Drohung gar nicht. „Eine solche Aussage finde ich nicht gut. Sie gehört nicht nach Neu-Isenburg“, entgegnet Hunkel der Forderung. In Neu-Isenburg stünden für alle Menschen die Türen offen, und die Stadt bemühe sich, im Dialog Lösungen zu finden.
Alice Blum, Sprecherin der I-Punkt-Initiative, die die selbstverwalteten Räume fordert, steht dem Dialog positiv gegenüber, stellt aber klar: „Unsere Geduld ist nicht unendlich.“ Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, sind am vergangenen Wochenende 40 Jugendliche mit einem Banner durch Neu-Isenburg gelaufen – begleitet von acht Streifenwagen. „Für eine Demo war das viel zu klein“, so Blum.
Wann die Jugendlichen zum letzten Mittel greifen und einfach Räume besetzen, stehe nicht fest, so Blum. Solange die Stadt eine Zwischennutzung des DLB-Geländes prüft, sei die Initiative zuversichtlich, dass es zu einer einvernehmlichen Lösung kommen kann.

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