Aus Liebe zur Heimatstadt

Prost! Josip Budimir braut Offenbacher Bier

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Eichel, Eichenblatt und Sterne auf rotem Grund: Das Design des Offenbacher Biers von Josip Budimir ist modern und traditionell zugleich.

Offenbach – Es ist wie Offenbach: Etwas herb, erfrischend anders und mit einer Note, die es einem schwer macht nach der ersten Flasche aufzuhören – Josip Budimir hat Offenbachs erstes und einziges Bier geschaffen. Ab Mitte April soll der Stoff in Serie gehen. Von Christian Reinartz

Wenn Josip Budimir in seinem Atelier an der Taunusstraße liebevoll die erste Flasche seines Offenbacher Bieres öffnet, wird klar, dass es hier nicht um Massen-Pils geht. Was der gebürtige Lauterborner da geschaffen hat, soll die Herzen der Offenbacher im Sturm erobern. „Bier ist auch ein Stück Identität“, sagt Budimir. Nur gab es in der Lederstadt bisher keines. Stattdessen müssen die Offenbacher auf die Frankfurter Brauereien zurückgreifen. Oder gleich überregional trinken. „Ich liebe meine Heimatstadt und wollte ihr etwas zurückgeben“, sagt Josip Budimir und schenkt das golden schimmernde Pils ins Glas. „Und ein eigenes Bier ist doch genau das richtige, um die Offenbacher stolz zu machen.“

Bald ein eigener Braukessel in Offenbach

Doch wie lässt sich ein eigens Bier in einer so großen Menge brauen? „Erst habe ich selbst experimentiert, dann habe ich Kontakt zu verschiedenen Brauereien aufgenommen“, verrät Budimir. Jetzt lässt er das Offenbacher Bier von einer südhessischen Traditionsbrauerei brauen und abfüllen. „Allerdings will ich schon bald einen eigenen Braukessel in Offenbach betreiben“, sagt Budimir. „Genügend Braumeister, die meinen Stoff brauen würden, habe ich an der Hand.“ Jetzt müsse sich aber erstmal die erste Ladung des Offenbacher Bieres verkaufen. Dann kann der Kessel kommen.

Spätestens Ende April soll es im Handel sein

Man merkt, dass der Grafikdesigner Bierfan ist. Und er ist ein Fan seiner Heimatstadt. Geboren im Lauterborn, aufgewachsen in Tempelsee, kennt er die Bewohner der Lederstadt genau und weiß: „Dieses Bier soll nicht nur meine beiden Leidenschaften vereinen, sondern auch die verschiedenen Bevölkerungsschichten hier in Offenbach.“ Auf der einen Seite die neuen, kreativen Köpfe, die urbanen Szenekenner. Auf der anderen der „urwüchsige Offenbacher“, den Arbeiter den einfachen, ehrlichen Mann, der sein Feierabendbier liebt und samstags zu den Kickers auf den „Bersch“ geht. Der Preis für sein Offenbacher Bier soll deshalb auch nicht unerschwinglich hoch sein, wie bei Craft-Bieren. „Wir peilen einen Kastenpreis an, den sich wirklich jeder leisten kann und will“, sagt Budimir.

Ab Mitte, spätestens Ende April soll das Pils dann im hiesigen Getränkehandel zu finden sein. Auch einige Gastronomen hätten schon Interesse angemeldet und würden das Offenbacher Bier auf die Karte nehmen. Nur einen Lieferanten für ausreichend und bezahlbares Leergut muss er noch finden.

Mehr Infos zum Offenbacher Bier und Kontakt zu Josip Budimir gibt’s auf www.offenbacher-stoff.de.

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