Das war los:

Porsche rammt Peugeot+++Betrunkener Autofahrer tötet Frau

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Frankfurt/Bad Homburg - Viel los war am Wochenende auf den Autobahnen in der Region: Ein Porschefahrer mit Fahrerflucht, ein betrunkener Autofahrer ist für den Tod einer Frau verantwortlich und bei einem weiteren Verkehrsunfall wurden sieben Personen verletzt. Darüber hinaus erlaubten sich zwei Jugendliche einen zweifelhaften Scherz mit Böllern. Das war los am Wochenende:

Porschefahrer rammt Peugeot auf A5 und flüchtet

Bad Homburg - Am gestrigen Sonntag fuhren laut Polizei gegen 1.20 Uhr ein 22-Jähriger aus Wiesbaden mit seinem Peugeot und ein Porsche Boxter  die A5 in Richtung Darmstadt.

Kurz hinter dem Autobahnkreuz Bad Homburg fährt der Boxter mit hoher Geschwindigkeit ins Heck des Peugeot. Während der Porsche in die Betongleitwand prallt, kollidiert der Peugeot mit der rechten Schutzplanke. Die durch den Unfall entstandenen Wrackteile verteilten sich in einem Umfang von rund 200 Metern über die Autobahn. Der Fahrer des Porsche, es soll sich um eine männliche Person gehandelt haben, flüchtet zu Fuß von der Unfallstelle in die neben der Autobahn befindliche Feldgemarkung.

Fotos: Porschefahrer rammt Peugeot und flüchtet

Die Suche nach dem Mann, bei der auch der Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, verlief bislang erfolglos. Auch Ermittlungen an der Halteranschrift im Wetteraukreis führten bislang nicht weiter.

Der Fahrer des Peugeot und seine Beifahrerin wurden leicht verletzt und zur Vorsorge in ein Krankenhaus verbracht. Der insgesamt entstandene Sachschaden beziffert sich auf etwa 21.000 Euro

Die Polizei bittet Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang bzw. zu dem flüchtigen Fahrer geben können, sich mit der Polizeiautobahnstation Frankfurt unter der Telefonnummer 069-75546400 in Verbindung zu setzen.

Frau von Auto mitgeschleift und getötet: Fahrer angetrunken

Kriftel/Hofheim - Eine 41 Jahre alte Frau ist in Kriftel von einem Auto erfasst, mitgeschleift und getötet worden. Der 25 Jahre alte Fahrer des Wagens sei am frühen Sonntag zunächst langsam in einen Kreisel gefahren, teilte die Polizei in Hofheim mit. Dort musste er anhalten, weil Menschen auf der Fahrbahn waren. Als diese nicht Platz machten, fuhr der 25-Jährige aus Frankfurt einfach an.

Einer der Fußgänger sprang zur Seite, die 41-jährige Hofheimerin wurde von dem Wagen erfasst, auf die Motorhaube geworfen und geriet dann unter das Auto. Sie wurde rund 400 Meter mitgeschleift, bevor der Wagen halb auf einem Gehweg zum Stehen kam. Die Rettungskräfte konnten die Frau nur noch tot bergen. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Fahrer einen Wert von 0,82 Promille. Der Führerschein und der Wagen des 25-Jährigen wurden beschlagnahmt.

Jugendliche werfen Böller in Toilette - 70 Jähriger verletzt

Friedrichsdorf - Zwei 14-jährige Jugendliche aus Friedrichsdorf warfen im Toilettenraum des Taunus Carrè einen Böller über den Sichtschutz in eine geschlossene Toilettenkabine hinein, wo sich zu diesem Zeitpunkt ein 70-jähriger aufhielt. Durch die Explosion des Böllers erlitt der Geschädigte ein Knalltrauma.

Verkehrsunfall mit sieben verletzten Personen

Frankfurt - Zu einem Unfall mit sieben verletzten Personen kam es am Samstagabend auf der A66. Eine 56-jährige Frau aus Schwalbach fuhr gegen 21.30 Uhr mit ihrem VW die A66 in Richtung Frankfurt. Hinter ihr war der Mercedes eines 27-Jährigen aus dem Westerwaldkreis.

Kurz nach der Anschlussstelle Hattersheim-West wechselte sie auf den linken Fahrstreifen, um den Mercedes zu überholen. Dabei übersah sie offensichtlich den hinten nähernden Opel eines 22-jährigen Flörsheimers, der seinen Wagen nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte und ins Heck des VW prallte. Der VW drehte sich mehrfach um die eigene Achse, kam von der Fahrbahn ab und blieb im Graben stehen. Der Opel kam auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand. Neben der Fahrerin des VW wurden noch vier Mitfahrer in diesem Wagen verletzt. Auch der Fahrer des Opel und dessen Beifahrerin wurden leicht verletzt.

Der bei dem Unfall insgesamt entstandene Sachschaden beziffert die Polizei auf etwa 20.000 Euro

Grüttner und Bürger begrüßen Flüchtlinge in Neu-Isenburg

Neu-Isenburg - Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) und einige Dutzend Bürger haben am Sonntag Flüchtlinge aus Ungarn in der neuen Unterkunft in Neu-Isenburg begrüßt. 127 der meist in Syrien und Afghanistan geflohenen Menschen waren bereits in der Nacht zum Sonntag von der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen mit Bussen in das ehemalige Druckereigebäude der "Frankfurter Rundschau" gekommen. Drei Busse brachten am Sonntag zunächst rund 150 weitere Menschen. Darunter waren viele Kinder. Etwa 500 Flüchtlinge wurde insgesamt erwartet.

"Wir haben hier alle Voraussetzungen geschaffen", sagte Grüttner. "Es sind auch genügend Ärzte da." Die meisten Menschen würden wegen Husten, Heiserkeit und Schnupfen behandelt. Er appellierte an die Bundesregierung, Hilfe zu leisten. Länder, Kommunen und Kreise kämen an ihre Grenzen.

Viele Menschen waren zu der Unterkunft gekommen und begrüßten die Flüchtlinge, winkten und klatschten. "Welcome to Neu Isenburg" war auf einem Plakat an einem Zaun zu lesen. Mehrere Menschen waren gekommen, um zu übersetzen. Es seien aber genügend Dolmetscher vor Ort, sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums.

red/dpa

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