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Polizei warnt: Frauen erpressen Männer mit Nacktfotos im Internet

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Frankfurt - Seit Frühjahr dieses Jahres wurden der Frankfurter Polizei sechs Fälle gemeldet, bei denen die männlichen Geschädigten zuvor in Internet-Communities Kontakt mit weiblichen "Lockvögeln" hatten, sich vor laufender Webcam auszogen und später mit diesen Aufnahmen erpresst wurden.

Die Vorgehensweise ist dabei weitgehend identisch: Als Mitglieder einschlägiger Internetportale bekommen die Opfer Kontakt zu weiblichen "Lockvögeln", die einen kostenfreien Sexualkontakt in Aussicht stellen.

Entweder sollen die Opfer zunächst Nacktfotos versenden oder es kommt direkt zu einem Videochat, in dem sie sexuelle Handlungen an sich vornehmen. Diese werden dann ohne ihre Zustimmung aufgezeichnet.

Später erfolgt dann eine Mail, in der dazu aufgefordert wird, Beträge zwischen 300 und 1.000 Euro über einen weltweiten Bargeldtransfer zu bezahlen, andernfalls würden die Fotos oder Videomitschnitte im Internet veröffentlicht.

In den hier zur Anzeige gebrachen Fällen wurden keine Zahlungen geleistet. Laut Polizei ist es wahrscheinlich, dass es eine hohe Dunkelziffer von Fällen gibt, bei denen die Erpressten aus Angst vor Veröffentlichung der Bilder oder Aufzeichnungen bezahlt haben.

Diese Vorgehensweise ist auch aus anderen Bundesländern bekannt. Die Ermittlungen des zuständigen Fachkommissariates K 12 dauern an.

Verhaltenshinweise für Betroffene: 

Verständigen Sie in jedem Fall die Polizei. Die Ermittlung der Täter, die offensichtlich aus dem Ausland agieren ist schwierig, aber nicht aussichtslos. Deaktivieren Sie die entsprechenden Accounts, aber löschen Sie diese nicht. Fertigen Sie Screenshots oder kopieren Sie die Chatprotokolle.  Kommen Sie der Zahlungsaufforderung nicht nach.

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