Fahnder entdecken 50 Kilo Marihuana

Offenbach: Drogen als Hasenfutter getarnt

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Großer Drogenfund der Polizei Offenbach. Marihuana im Wert von 300.000 Euro versteckt als Hasenheu.

Offenbach - Der Drogenhund der Polizei Offenbach findet am Donnerstag 50 Kilo Marihuana. "Heu für Kaninchen" stand auf den grünen Säcken, in denen das Rauschgift versteckt war. Und weitere Überraschungen erwarteten die Fahnder.

Die Polizei aus Nordrhein-Westfalen machte die Offenbacher Kollegen auf eine Wohnung in der Bahnhofstraße aufmerksam. Mit einer richterlichen Genehmigung durchsuchten sie die Wohnung, in der sie einen in Kasachstan geborenen Rümanen antrafen. Der Mann rebellierte erstmal gegen die Forderungen der Beamten. Nach einem kurzen Fluchtversucht fingen die Beamten ihn wieder ein. Die Polizei berichtet, dass dieser zur Zeit eigentlich eine Haftstrfe von 300 Tagen absitzen müsste. Dies begründet den Fluchtversuch.

Großer Drogenfund der Polizei Offenbach. Marihuana im Wert von 300.000 Euro versteckt als Hasenheu.

Mehr als einen Grund zur Flucht hatte der Verdächtige jedoch allemal. In der Wohnung fanden die Drogenfahnder ca. zwei Kilo Amphetamin, hundert Gramm Haschisch und 5.000 Euro. Zwei ebenfalls aufgefundene Autoschlüssel führten dann die Fahnder zu einem noch größerem Fund.

Der Offenbacher Drogenhund "Sky" fand in den zu den Schlüsseln passenden Wagen gut 50 Kilo "Gras in Tüten". Das Marihuana war als Kaninchenheu in Grünen Plastiksäcken getarnt, die die Aufschrift "Heu für Kaninchen" trugen. Ein Teil der sogenannten Grastüten war fachmännisch in die Innenverkleidung des einen Wagens eingebaut. In der Tür des Kombis fanden die Polizeibeamten noch vier Kilo Haschisch, fünf Kilo Amphetamin und einem großen Beutel Streckmittel sowie weitere 113.000 Euro! Doch damit nicht genug. Bei einem offensichtlichen Komplizen des zuvor genannten Beschuldigten fand man in seiner Frankfurter Wohnung daraufhin noch 1.400 Extasy-Pillen und weitere 300 Gramm Marihuana. Während sich der 39-Jährige Rumäne zur Verbüßung seiner offenen Haftstrafe bereits in einem nahegelegenen Gefängnis befindet, hat über den weiteren Verbleib des drei Jahre jüngeren Frankfurters noch der Ermittlungsrichter zu entscheiden.

Der Verkaufserlös, den die in Beschlag genommenen Drogen im Straßenhandel erzielt hätten, wird von der Kripo auf etwa 300.000 Euro geschätzt.

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