In 24 Stunden über 1.500 Follower

Vorreiter in Hessen: Frankfurter Polizei twittert

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Der neue Twitter-Account von der Frankfurter Polizei (@polizei_ffm).

Frankfurt - Mit Kurznachrichten gegen Kriminelle: Die Frankfurter Polizei wird ab sofort als erste Polizeibehörde in Hessen auch über Twitter auf Ganovenjagd gehen.

Die Frankfurter Polizei twittert als erste in Hessen. Bei größeren Ereignissen und Einsätzen senden die Ermittler künftig Informationen über den Kurznachrichtendienst (@Polizei_Ffm). Schon nach 24 Stunden haben sich 1.502 sogenannte Follower als Empfänger der Twitternachrichten der Frankfurter Polizei eingetragen.
"Wir wollen damit einen näheren Kontakt mit den Bürgern finden", sagte Polizeipräsident Achim Thiel am Mittwoch. Als Beispiele nannte er Demonstrationen, Bundesliga-Fußballspiele, die Sprengung des Uni-Hochhauses und die Sperrung einer großen Straße nach einem Unfall.

Getwittert werde in der Regel aus der Befehlsstelle. Dafür wird Projektleiter Dennis Seeger von zehn Beamten unterstützt, die das Twittern neben ihrer eigentlichen Aufgabe übernehmen. Die Tweets sollten in bestimmten Situationen Missverständnisse und Falschinformationen ausräumen helfen. Denn: "Das ist oft der Beginn von Dissonanzen und Ärgernissen." Für die Fahndung werde Twitter aber zunächst nicht genutzt. Und: "Twitter ersetzt nicht den Notruf", warnte Thiel.

Gibt es die Frankfurter Polizei künftig auch im sozialen Netzwerk Facebook? "Wir wollen erstmal auf Twitter mehr Erfahrung sammeln und daraus lernen", sagte Seeger. Dabei stehen die Beamten mit der Polizei in Hannover in Verbindung, die bundesweit als Pionier in Sachen elektronische Medien gilt. Kontakt gebe es auch zu den Stuttgarter Kollegen, die im Zusammenhang mit den Protesten gegen "Stuttgart 21" Erfahrungen gesammelt hätten. Die Polizei in Mainz und Kaiserslautern twittere bei Bundesliga-Spielen auch schon länger.

Und auch die Frankfurter twittern sich langsam warm: Erst gab's ein "Guten Morgen aus Frankfurt. Einen besseren Start hätten wir uns nicht wünschen können. Offensichtlich sind wir auf dem richtigen Weg." Danach legten die Kollegen aus dem Präsidium nach und kündigten an, den Einsatz beim Heimspiel der Eintracht am Samstag per Twitter begleiten zu wollen. dpa/red

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