Vom Pizzabäcker zum Star

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Wenn Alberto Colucci singt, dann mit Freude pur und auf italienisch.

Reinheim – Stuttgart-Coach Bruno Labbadia ist von ihm begeistert und so ziemlich jede Frau, die seine leicht rauchige Stimme die „Emozione Italiane“ hauchen hört. Früher hat  Alberto Colucci in Reinheim noch Pizza gebacken, inzwischen lebt er von seiner Arbeit als Sänger. Von Jens Dörr

Vor 36 Jahren kam Colucci aus Bari in Apulien nach Deutschland: „Ich war am Anfang ein Vagabund, habe mal hier gekocht, mal da in einer Fabrik gearbeitet“, sagt er. Seine Leidenschaft war neben gutem Essen von Beginn an die Musik – neben Gesang beherrscht Colucci auch Gitarre, Bass, Keyboard: Immer so viel, dass es zum Komponieren reichte, brachte sich der Autodidakt bei.

Mit „Vita Mia“ und „Stella“ platzierte Alberto Colucci bereits vor 30 Jahren Hits in den deutschen Charts, tauchte schon damals tief ein ins Musikgeschäft. Er sang „Ti Amo“ auf deutsch, was er heute wohl nicht wiederholen würde: „Ein Italiener muss italienisch singen.“

Colucci arbeitet auch als Produzent

Heute bietet Colucci seinen „italienischen Pop für jeden zwischen 30 und 60“ oft auch im Ausland dar, obgleich er gerne wieder mehr in der hiesigen Region machen würde. „Die italienische Musik könnte in Deutschland 2011 ein Comeback feiern“, glaubt Colucci. Der ehemalige Pizzabäcker arbeitet auch als Produzent – ob mit einem Remix eines Songs von DJ Sven Väth oder für einen talentierten jungen Spanier, den Colucci fördern möchte. Auch zur lebenden Musiklegende Ralph Siegel pflegt der Reinheimer den Kontakt, hat in Zusammenarbeit mit ihm einen mehrsprachigen Titel für einen zukünftigen Eurovision Song Contest erarbeitet.

Viele Menschen aus dem Raum Darmstadt-Dieburg – insbesondere Fußball-Fans – kennen Alberto Colucci weniger von früheren Chart-Erfolgen oder aus der Gastronomie. Tausenden bekannt wurde der bekennende Fan des SV Darmstadt 98 durch den Darmstädter Stadion-Hit „Tor! Lilien vor!“. Den liebt nicht nur sein Freund und Trainer des VfB Stuttgart, Bruno Labbadia, sondern auch das Publikum im Stadion.

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