Pilzsammler gehen auf Tour: Im Detail lauert die tödliche Gefahr

Von Jennifer DreherRegion Rheinmain - "Steinpilze kommen mir nicht auf den Teller", sagt der Dietzenbacher Dieter Gewalt. Der eifrige Pilzsammler hat bisher zirka 1000 Arten in den Wäldern der Region gefunden.

"Viele Leute wissen gar nicht, was es neben den Steinpilzen noch für leckere Sorten gibt", weiß Gewalt. So wie er warten zahlreiche Pilzsammler auf Regen. Denn erst wenn es feucht ist, sprießen leckere Pilze wie Stockschwämmchen und Pfifferling. Doch wer ohne Kenntnisse auf Sammel-Tour geht, riskiert sein Leben.

Denn manche Sorten sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Nur ist die eine lecker, die andere tödlich. "Wer nur mit Büchern bewaffnet versucht, die Arten zu bestimmen, der geht ein hohes Risiko ein", warnt Gewalt.

So gleichen sich Stockschwämmchen und der tödliche Gifthäubling. Die Unterscheidungsmerkmale: Das Stockschwämmchen hat einen schuppigen Stiel und der Gifthäubling einen silbrig-weißen faserigen. Fatalerweise können Gifthäublinge auch einen ähnlichen Hut haben wie die Stockschwämmchen.

Um einen sicheren Blick für genießbare, gesunde Pilze zu entwickeln, bietet die Vhs Dietzenbach Touren mit Dieter Gewalt an. "Wer daran teilnimmt, lernt zahlreiche leckere Pilze kennen und weiß diese von den giftigen zu unterscheiden", verspricht er.

Das Pilzesammeln sei immer beliebter geworden. "Man ist in der Natur und hat etwas zu tun", sagt Gewalt: "Wenn man dann noch schöne Pilze findet, kommt das Erfolgserlebnis und anschließend der kulinarische Genuss."

Der nächste Pilz-Kurs mit Gewalt am Sonntag, 13. September, kostet 40 bis 50 Euro und führt durch den Dietzenbacher Wald. Anmeldung unter Tel.: (06074) 812266. Weitere Infos unter www.vhs-dietzenbach.de

Für diejenigen, die keine Gelegenheit haben, an dem Kurs mit Dieter Gewalt teilzunehmen, bietet das Frankfurter Gesundheitsamt ab dem 20. September an sieben Sonntagen jeweils von 17 bis 20 Uhr in der Breiten Gasse 28 in Frankfurt eine Pilzberatung an. Dort können Sammler giftige Pilze aussortieren lassen. Weitere Infos auch unter www.fundkorb.de.

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