Physik auf Tour

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Simulation einer Kollision zweier Schwarzer Löcher.

Frankfurt – Das Physik nicht staubtrocken sein muss, wusste schon Albert Einstein. Um zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält, macht der Physikalische Verein der Uni Frankfurt von Montag, 2. Mai, bis Freitag, 13. Mai, mit dem Einsteinmobil das Thema Physik (be-) greifbar. Von Mareike Palmy

Auf dem Fahrrad mit Lichtgeschwindigkeit durch die Stadt brausen, mit einem relativistischen Flugsimulator über eine Insellandschaft fliegen – solche Experimente zum Verständnis der Relativitätstheorie sind Teil des Einsteinmobils, das in Frankfurt Station macht.

Studentin Kathrin Göbel.

Albert Einstein – Genie, Institution, Weltenbürger und Begründer eines neuen physikalischen Weltbildes. Seine Formel e=mc² ist die berühmteste Formel der Welt – was sie aber genau bedeutet, wissen nur die Wenigsten. Mit dem Besuch des Einsteinmobils in Frankfurt soll sich das ändern.

Physik-Genie Albert Einstein

„Das Einstein-Wellen-Mobil beschränkt sich nicht auf bunte Licht-Effekte“, sagt Kathrin Göbel vom Physikalischen Verein. Es bietet die Möglichkeit, interaktiv die Konzepte kennen zu lernen und zu verstehen, auf denen Gravitationsphysik und Astronomie aufbauen. Physik ist schließlich für die meisten Menschen nach der Schulzeit ein rotes Tuch, denn die hochkomplexen Zusammenhänge versteht nicht jeder. „Hochmoderne Physik wird in der Ausstellung auch Laien anschaulich gemacht“, verspricht die 26-jährige Studentin. „Schwierige Themen wie die Relativitätstheorie, Astronomie, Lasertechnik und Raumfahrt sollen ohne mathematischen Ballast verständlich werden“, sagt Kathrin Göbel, die selbst Astronomie in Frankfurt studiert. An insgesamt sechs Computer-Stationen und vielen Mitmach-Exponate verliert die Welt komplexer Wissenschaft ihren Schrecken.

Als Höhepunkt hat die zweiwöchige Ausstellung im Physikalischen Verein ein Schwarzes Loch sowie ein relativistisches Fahrrad, durch die man die Lichtgeschwindigkeit kennen lernen kann. Zudem veranschaulichen Filme und Mitmach-Exponate das Schüler-Hass-Thema Physik.

Jeden Tag können Gruppen die mobile Ausstellung besuchen. „Wir werden Besuchstermine für Schulklassen anbieten, öffentliche Besucherabende und eine Lehrerfortbildung“, sagt Mitorganisatorin Göbel. Eine Anmeldung ist aber erforderlich. Bei allen Terminen wird ein Experte mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Für Besucher der Nacht der Museen ist die Ausstellung in der Universität, Robert-Mayer-Straße 2-4, von 19 bis zwei Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt‘s unter www.einsteinwelle.physikalischer-verein.de.

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