Nach viel diskutiertem EXTRA TIPP-Bericht:

Pfeifen-Gemeinde heißt die Hipster Willkommen!

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Der Frankfurter Thilo Specht ist nah dran an allem, was hip ist – und er raucht Pfeife.

Region Rhein-Main – Große Aufregung der Pfeifenraucherszene nach dem Artikel „Rauchzeichen von der Hipster-Front“.  Während die einen keine Lust auf Hipster haben, sehen andere in ihnen eine Chance – allen voran der Pfeifen-Papst von Youtube. Von Christian Reinartz 

Ralf Dings war der Artikel im EXTRA TIPP über Hipster und andere Szene-Gänger, die das Pfeiferauchen für sich entdeckt haben, ein eigenes Video auf der Internetplattform Youtube wert. In zwölf Minuten und 23 Sekunden diskutierte der Pfeifen-Papst über das Für und Wieder des neuen Hipster-Trends und über den Artikel selbst. Und rief die deutsche Pfeifengemeinde dazu auf, mitzudiskutieren. Das Ergebnis: Es hagelte binnen weniger Tage 140 Kommentare mit zumeist sehr ausführlichen Meinungsbeiträgen. Der fast einhellige Trend: „Lasst die Hipster ruhig Pfeife rauchen. Denn es dient, das Hobby Pfeiferauchen zu erhalten.“ Doch es gab auch einige, die für die trendigen Neu-Pfeiferaucher nur Verachtung übrig hatten oder gleich sämtliche Tatsachen in Frage stellten.

Ralf Dings im Video

Lesen Sie den viel diskutierten Artikel:

Rauchzeichen von der Hipster-Front

Ralf Dings sieht den entstehenden Trend mit gemischten Gefühlen. „Allerdings nicht, was die alteingesessenen Pfeifenraucher angehe, sondern, was die plötzliche und unvorbereitete Nutzung der Pfeife betrifft“. Denn dazu brauche es Know-how. Dings ist sicher: „Gepökelte Zungen, Brandblasen an den Händen und grauslich blubbernde Rauchgeräte werden an der Tagesordnung sein.“ Eine Hornbrille aufzusetzten, ein Stofftäschchen zu tragen seien Dinge, die nicht wirklich einer Vorbereitung bedürften. Um eine Pfeife genussvoll rauchen zu können, sei eine gewisse, ernsthaft betriebene Vorinformation von Nöten. „Wenn sich also, im Rahmen dieses Trends, Frauen und Männer finden, die nicht nur ein modisches Accessoire zwischen ihre Zähne stecken wollen, sind sie in der Pfeifen-Gemeinschaft herzlich willkommen.“ Dings verspricht: „Wir werden die wirklich Interessierten gern mit Rat und Tat unterstützen. Egal ob Hipster oder nicht.“

Einer, der es genau wissen muss, ist der Frankfurter Thilo Specht. Er selbst würde sich zwar nie als Hipster bezeichnen, ist mit seinen Vorlieben und seinem Geschmack aber ziemlich nah dran an allem, was modisch und hip ist. Und er raucht Pfeife.

Nach dem Artikel meldete er sich in der Redaktion, und erlaubte einen Einblick in seine Beweggründe. Und die sind, anders als von so manchem alteingesessenen Pfeifen-Veteran gemutmaßt, ernsthaft. „Pfeife ist für mich viel mehr als ein modisches Accessoire“, sagt Specht. „Mich fasziniert das Ritual, das Schneiden des Tabaks, das richtige Stopfen der Pfeife und auch die Technik, sie richtig zu rauchen.“ Das habe eine regelrecht meditative Wirkung. Mittlerweile hat Specht mehrere Pfeifen und probiert sich durch ausgefallene Tabake aus der ganzen Welt – und schaut natürlich regelmäßig die Videos von Ralf Dings. „Es ist diese grundsätzliche Begeisterung für alles handgemachte, althergebrachte, was viele Hipster vereint. Und da gehört eben die Pfeife mit ihrer Tradition dazu.“

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