Die skurrilsten Fälle

Parksünder in Frankfurt beschimpfen immer öfter Politessen

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Frankfurt- Auch im vergangenen Jahr sind wieder Hunderte Kontrolleure unterwegs gewesen, um für hessische Städte und Gemeinden Parksünder zu erwischen. Immer häufiger werden die städtischen Helfer dabei Ziel von verbalen Angriffen.

Eine statistische Erhebung zu Beschimpfungen gebe es zwar nicht, hieß es in Frankfurt: "Gleichwohl wird durch die Kolleginnen und Kollegen immer wieder der subjektive Eindruck geschildert, dass die Aggressivität ihnen gegenüber zunehme", teilte die Stadt gegenüber der nachrichtenagentur dpa mit. Vereinzelt sei es auch zu tätlichen Übergriffen gekommen. Schmunzeln mussten die Beamten allerdings, als ein erwischter Autofahrer fragte, ob man die Verwarnung rückgängig machen könne, wenn er die Tat bereue.

2013 nahm Frankfurt über 9 Millionen Euro ein

In Frankfurt dürften die Knöllchen-Einnahmen 2013 zurückgegangen sein, wie die Stadt mitteilte. Zwischen Januar und November nahm die Kommune rund 9,25 Millionen Euro ein und damit 400 000 Euro weniger im Vergleich zum Vorjahr. Das ist überraschend, weil zum 1. April 2013 bundesweit die Bußgelder für viele Parkvergehen um 5,00 Euro angehoben wurden.

Insgesamt wurden 2012 in Frankfurt für diese Art von Verkehrsverstößen etwa 10,2 Millionen Euro eingenommen. 95 Stellen sind für die Verkehrsüberwachung eingeplant; die städtischen Hilfspolizisten haben aber auch noch andere Aufgaben. Zudem waren in Hessens größter Stadt wochentags im Schnitt 54 Leiharbeiter für die Ahndung von Park- und Halteverstößen im Einsatz.

Auch Rapper Bushido musste zahlen

Wie teuer eine Beleidigung werden kann, zeigt der Fall Bushido vor gut zwei Jahren: Der Rapper musste 19 500 Euro Geldstrafe zahlen, weil er einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes als Idioten beschimpft hatte. Es war im Oktober 2010 in Berlin zum Streit zwischen den beiden Männern gekommen, weil der Musiker sich geweigert haben soll, 15 Euro für eine Verkehrssünde zu zahlen.

In Frankfurt musste im Sommer 2012 ein Arzt 3500 Euro an eine Kinderhilfseinrichtung zahlen. Er hatte ausgerechnet die Besatzung eines Rettungswagens beleidigt, weil das Fahrzeug wegen eines Notfalleinsatzes die Straße blockierte. Die Sanitäter hatten ein Kleinkind versorgt, das ins Koma gefallen war. Statt zu helfen, beschimpfte der Arzt einen Sanitäter unter anderem als "Idiot" und forderte, der Rettungswagen müssen sofort beiseite gefahren werden.

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