Häkeln für eine bessere Zukunft

Ordensschwester bedankt sich bei Eritrea-Unterstützern 

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Schwester Angelika (obere Reihe, Zweite von rechts) von den Kapuziner-Schwestern aus Rom bedankte sich bei den Häkel-Frauen aus Lämmerspiel. Es gab zwar wieder Kaffee und Kuchen, aber bei diesem Treffen ließen die Damen die Nadeln stecken.

Heusenstamm – Extra aus Rom kam Schwester Angelika, um sich bei den vielen Unterstützern zu bedanken. Denn was das vom EXTRA TIPP geförderte Projekt für die „Hilfe für Eritrea“ auf die Beine stellt, lässt selbst den Orden in Rom staunen. Von Axel Grysczyk

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 „Sie machen uns Mut, immer weiter zu machen“, sagt die 56-jährige Angelika, gesandt von der Chefin der Kapuziner-Schwestern, der Mutter Rubatto. Sie ist voller Dankbarkeit, nimmt die Hände der Helferinnen, gibt Küsschen und fügt hinzu: „Es gibt Kraft, wenn man weiß, dass man nicht allein im Leiden ist.“ Am Ende lächelt sie Projektkoordinator Heinz Schiedhering an. In gebrochenem Englisch sagt sie: „Gott sendete uns einen Engel. Unser Engel ist Mister Heinz.“ Seit drei Jahren unterstützen der EXTRA TIPP und vor allem seine Leser das Heusenstammer Projekt „Hilfe für Eritrea“. Die Hilfsladungen gehen an die Kapuziner-Schwestern der Mutter Rubatto, die die Hilfe vor Ort in Eritrea organisieren. Zehntausende Euro für Medizin sind in das ostafrikanische Land geflossen, zwei Krankenhäuser werden von der Hilfsorganisation unterstützt, jeweils sechs Ausbildungszentren für Frauen und sechs Kindergärten wurden mit Spenden gebaut. Dazu sind insgesamt 46 Schiffs-Container mit Hilfsgütern in den vergangenen 20 Jahren auf den Weg gebracht worden. Darunter waren unter anderem 607 Nähmaschinen, 5798 Pakete mit Bettwäsche und Handtüchern, mehr als 200 Rollstühle und 604 Pakete mit Plüschtieren. In der jüngsten Containerladung waren unter anderem Medizin für 60.000 Euro, Krankenhausbetten, 20 Krücken und fünf Pakete Lämmerspieler Decken.

Häkel-Frau schafft zwei Mützen am Tag

Diese Decken sind 1,50 mal 1,20 Meter groß und werden von den Lämmerspieler Frauen gehäkelt. Sieben bis acht Frauen treffen sich jeden Dienstagnachmittag bei Melita Ammich und häkeln die Decken, mit denen Kinder und Babys warm gehalten werden. Seit 2005 gibt es den Häkeltreff. Und klar: Ist der Häkeltreff bei Kaffee und Kuchen vorbei, machen die Damen daheim weiter. 1730 Decken sind auf diese Weise entstanden, die in der Zwischenzeit alle in Eritrea im Einsatz sind.

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Und als Schwester Angelika die Häkel- und Strickdamen in Lämmerspiel besuchte, um Danke zu sagen, gab’s gerade ein Jubiläum zu feiern. Sigrid Haus aus Lämmerspiel ist die einzige Häkel-Frau, die für die Babys und Kleinkinder Mützen anfertigt. Und gerade zu Schwester Angelikas Besuch ist die 1000. Mütze fertig geworden. „Pro Tag schaffe ich zwei Mützen“, sagt sie und häkelt dabei weiter.

Lob an die EXTRA TIPP-Leser

Schwester Angelika ist begeistert. Die „Hilfe für Eritrea“ würde viel mehr als andere tun. Das wäre aber auch wichtig. Denn die Versorgung in Eritrea ist schwierig. Gerade in diesem Jahr sei die Ernte sehr schlecht, weil der Regen ausgeblieben ist. Das Leben sei auch weiterhin hart. Ein Arbeiter verdiene ein bis zwei Euro am Tag. Schiedhering ergänzt: „Ein Kilo Nudeln kostet aber drei Euro.“ Der nimmermüde Schiedhering und Schwester Angelika loben die EXTRA TIPP-Leser: „Mit ihrer Unterstützung machen sie diese Menschlichkeit erst möglich.“

Wer helfen möchte, spendet auf das Konto der „Hilfe für Eritrea“ der katholischen Pfarrgemeinde „Maria Himmelskron“ bei der Vereinigten Volksbank (VVB) Maingau unter Konto IBAN:DE 18 5056 1315 0106 0606 25; BIC:GENODE5 10BH.

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