Mit Ophelia gegen Vorurteile

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Ophelia Lightnet ist das Animexx-Maskottchen.

Frankfurt – Mangas und Anime sind aus der westlichen Comic-Kultur nicht mehr wegzudenken. Doch die japanischen Importe stoßen nicht nur auf positive Resonanz: Auch in Frankfurt haben Fans mit Vorurteilen zu kämpfen. Von Anna Magel

Lange Zeit waren Mangas als Comics mit größtenteils gewalttätigen und sexuellen Inhalten verschrien. Doch das sind alles nur Vorurteile, sagt der Frankfurter Schüler Alexander Pankow, ein bekennender Fan und Mitglied im Animexx-Verein: „Mangas beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen und zum Teil sehr tiefgründigen Themen. Es ist wichtig zwischen den verschiedenen Genres wie Fantasy, Comedy, Action oder Erotik zu differenzieren.“

Angst vor Ausgrenzung ist groß

Alexander Pankow

Trotz der steigenden Beliebtheit, wollen sich einige Fans dennoch nicht als solche outen. Zu groß ist die Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung und der Abstempelung als Freak. Ein Problem, dass auch Pankow kennt: „Meine Mutter lehnt meine Begeisterung für Anime kategorisch ab. Sie lässt sich einfach nicht umstimmen.“ Doch das hält den 18-Jährigen nicht davon ab, sich für die deutsche Manga-Szene zu engagieren. Gemeinsam mit seinem Freund Jan Moses und dem Animexx-Verein rief er im März 2009 erstmalig die vierteljährig in Frankfurt stattfindenden Fantreffen ins Leben. Bereits die erste Veranstaltung war ein voller Erfolg: Etwa 140 Liebhaber der japanischen Comics versammelten sich im Jugendhaus „Heideplatz“ im Stadtteil Bornheim.

Nächstes Treffen is kommenden Samstag

Dort wird auch die nächste „Convention“ am Samstag, 30. Oktober, ab zwölf Uhr stattfinden. Dieses Mal unter dem Motto „Halloween“. Das Besondere: Es werden wieder so genannte Cosplayer (Kostümspieler) anwesend sein, die durch meist selbst gefertigte Kostüme und durch das entsprechende Verhalten Figuren aus den Mangas darstellen. „Frankfurt hat sich zu einem Ballungsgebiet für die deutsche Manga-Fankultur etabliert. Wir bemühen uns das weiter auszubauen und die Vorurteile, die es leider immer noch gibt, aus der Welt zu schaffen“, erklärt Organisator Pankow. Mehr Infos gibt‘s im Internet auf www.animexx.de .

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