Rodgauer Musikmacher mischt die Szene auf

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Oliver Kreuzwieser dreht die Knöpfe am Mischpult in seinem Tonstudio in Rodgau.

Rodgau – Er schreibt Liedtexte, produziert Musik und hat sein eigenes Label. Oliver Kreuzwieser aus Rodgau hat mit seinem Tonstudio „k.o. recording arts“ sein Hobby zum Beruf gemacht. Und der 30-Jährige hat das Projekt Rodgau Rocks ins Leben gerufen. Von Angelika Pöppel

„Die Bandszene in Rodgau ist groß und hat viel Potenzial“, sagt Oliver Kreuzwieser. Deshalb entwickelte er die Idee für Rodgau Rocks und überzeugte die Stadt und Sponsoren. Mit zehn Bands ging er rund 30 Tage ins Studio und nahm ein Album auf. Von Pop- bis Rockmusik ist alles dabei. Im Sommer 2011 soll ein Open-Air Konzert mit den Künstlern in Rodgau stattfinden. Nicht nur der Stadt, auch den Rodgauer Bands gefiel das Projekt. „Das Konzept ist gut und könnte auch in anderen Städten funktionieren“, sagt Kreuzwieser.

Kreuzwieser hat Künstler unter Vertrag

In Zukunft will der 30-Jährige nur noch eigene Musik produzieren. Mit der Gründung seines eigenen Labels in diesem Jahr hat er den Grundstein dafür gelegt. Kreuzwieser verdient sein Geld zum größten Teil mit der Vermietung des Studios und Aufnahmen für Hörbücher. Bei seinem Label „Deep Night Music“ hat er Rapper, Solokünstler und auch DJs unter Vertrag. Für seine Künstler produziert er Musik, schreibt Texte und sorgt schließlich an seinem Mischpult für den richtigen Sound.

„Ich habe schon immer von einem eigenen Studio geträumt“, sagt der Musikbegeisterte. Er studierte Tontechnik in Frankfurt und lernte in einem Musikgeschäft alles Wissenswerte über Studiozubehör. Mit 26 Jahren eröffnete er in Rodgau das „recording arts“-Tonstudio.

Er sorgt für Wohlfühlatmosphäre

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Den Aufnahmeraum im Studio hat Oliver Kreuzwieser selbst gebaut, „damit die Akustik stimmt“, sagt er. Wichtig ist es ihm auch, dass sich die Kunden und Künstler bei ihm wohlfühlen. Die reisen extra von Mannheim oder Marburg nach Rodgau.

Sein Herz schlägt für die Musik. „Ich spiele Saxophon und Klavier schon seit ich denken kann“, sagt Kreuzwieser. Schon zu Hause bei den Eltern produzierte er Musik, hauptsächlich Elektro und House.

In Rodgau fühlt er sich zu Hause. Außerdem: „Hier gibt es alles, nur ein bisschen kleiner“, sagt Kreuzwieser. Und seine Suche nach neuen, unbekannten Talenten geht weiter.

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