Der Flieger fliegt, die Stauschranke fällt

Offenbach - Er war so hilflos. Walter, das schottische Hochlandrind und seine beide "Frauen" Six und Seven. Schließlich hatten die Rinder im Offenbacher Waldzoo keine intakte Hütte mehr. Das alte Heim drohte einzustürzen, die Familie musste umziehen - ins Freie.

Der EXTRA TIPP rief die Leser auf, eine Hütte zu bauen. Holz und weitere Sachspenden trudelten im Waldzoo ein. Allein: Es fehlt ein Fundament. Immer noch. Susi Wollensack, Leiterin des Zoos: "Um Beton zu gießen, ist es viel zu kalt." Erst im Frühjahr kannâ??s was werden. Aber Walter und seine Weiber müssen nicht frieren: "Das sind Hochlandrinder, die haben ein dickes Fell", sagt Wollensack.Ein dickes Fell hat auch der Kunstflieger über Rodgau, von dem sich viele Bewohner gestört fühlen. Seine Flüge würden zu viel Lärm verursachen. Doch derzeit istâ??s ruhig â?? sowohl am Himmel, als auch an der Beschwerde-Front. Kunstflieger Peter Steiman: "Momentan gibt es keine Proteste gegen mich. Die hitzige Debatte hat sich ein wenig abgekühlt." Vielleicht hat es auch daran gelegen, dass er jüngst nicht mehr so oft geflogen ist. Das Wetter sei prima gewesen, aber die Zeit habe ihm gefehlt. Steiman: "Aber auch 2008 werde ich weiter fliegen. Ich lasse mir meinen Sport nicht verbieten. Und außerdem verstoße ich gegen keine Gesetze." Im Himmel über Rodgau bleibtâ??s also auch 2008 spannend.

Spannend bleibt es auch für Oksana Ferenc. Der EXTRA TIPP hat im November über die vergebliche Suche der 32-jährigen ukrainische Augenärztin nach einem Job in Rodgau berichtet. Und das, obwohl in der größten Stadt des Kreises Offenbach Fachärztemangel herrscht. Augenärzte gibtâ??s nicht mehr. Ferenc: "Nach dem Artikel habe ich einige Anrufe bekommen. Einer hat mir eine Nebenbeschäftigung in einer Medizingeräte-Firma angeboten." Kurz vor Weihnachten hat sie ein Augenarzt aus Mühlheim angerufen. Er ist aber nicht befähigt, ein Weiterbildungs-Zertifikat auszustellen, das Ferenc aber braucht, um als deutsche Augenärztin zu arbeiten. Dies wird er klären, dann wäre eine Beschäftigung möglich. Ferenc ist zuversichtlich.

Das sind auch die Jacob Sisters. Die Schwestern aus Gravenbruch hatten im EXTRA TIPP exklusiv angekündigt: "Wir gehen 2008 wieder auf Tournee." Sie haben Wort gehalten. Ab Februar stehen sie als Überraschungsgäste bei Florian Silbereisen bei einer Deutschland-Tour auf der Bühne. Am 14. April gastieren sie in Mainz.Geraucht werden darf bei den Konzerten wahrscheinlich genauso wenig, wie in den Gaststätten der Region. Seit 1. Oktober gilt in Hessen das Rauchverbot. Betroffen davon auch Betriebe, deren Existenz auf Rauchern beruht, wie eben die Shisha-Bars. Der EXTRA TIPP berichtete im September über das "Bananas" in Rödermark. Damals herrschte noch große Ungewissheit. "Wir haben jetzt einen separaten Raucherraum. Vor allem am Wochenende wird es eng, weil die Leute kommen ja wegen der Wasserpfeifen", berichtet Pinar Can. Mehr Shishas für den privaten Gebrauch würden aber deswegen nicht gekauft, sagt Oliver Nonnenmacher vom "Shisha-Paradies" in Dietzenbach.

Dem Schrecken für Raucher, folgte der Horror für Hundebesitzer. Ein fieser Tierhasser hatte in Offenbach-Bieber vergiftete Fleischbällchen ausgelegt. Zwei Tiere sterben qualvoll. "Sammy" hat Glück. Der Hund von Petra Meister überlebt. Im EXTRA TIPP erzählt sie von ihren Ängsten. Die haben sich mittlerweile wieder gelegt, aber aufmerksamer ist sie auf jeden Fall geworden. Auch die Polizei. "Wir haben die Sache nach wie vor im Blick und ergreifen verschiedene Maßnahmen", sagt Polizei-Sprecher Michael Cordey. Gefasst ist der Hundemörder noch nicht.Die Stauschranke in Dieburg fällt. 15 Jahre nach dem von Helmut Schelter mitinitiierten Bürgerentscheid für einen Straßentunnel zwischen dem Gewerbegebiet Nord und der Innenstadt sind alle planerischen und technischen Hürden gemeistert. Im März wird ein provisorischer Bahnübergang angelegt, dann beginnt die Untertunnelung der Gleise. Den Spatenstich will Schelter gebührend feiern. agk/fg/nkö

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