Im angelieferten Aushub von Terminal 3

Offenbacher Bombe kam per Lkw vom Frankfurter Flughafen

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Die entschärfte Bombe wird vorsichtig abtransportiert. 

Frankfurt - Unfassbares Glück hatten die Arbeiter, die unwissentlich eine hochexplosive Fracht auf der Ladefläche ihres Lastwagens transportierten. Wie jetzt bekannt wurde, befand sich die am Dienstag in Offenbach gefundene Fliegerbombe im angelieferten Erdaushub vom Frankfurter Flughafen. 

Für mehrere Stunden ging rund um das Offenbacher EVO-Gelände nichts mehr. Nachdem Bauarbeiter die amerikanische Weltkriegsbombe entdeckt hatten, sperrten Feuerwehr und Polizei den Bereich weiträumig ab. Anwohner im Umkreis von 100 Metern mussten vorsichtshalber ihre Häuser am Goethering und in der Bettinastraße verlassen, der Verkehr wurde im Radius von 300 Metern umgeleitet. 

Nachdem der Kampfmittelräumdienst den 50 Kilogramm schweren Blindgänger entschärft hatte, kam nun heraus: er lag in einem Erdhaufen, der von dem ehemaligen Gelände der Rhein-Main-Air-Base nahe des Frankfurter Flughafens stammte. Dort laufen derzeit die Arbeiten für das Terminal 3. Allerdings war das Areal zuvor auf mögliche Sprengkörper untersucht worden. Über 40 Bomben wurden damals gefunden und entschärft. Diese eine rutschte durch alle Kontrollen. „Ein gewisses Restrisiko bleibt“, sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt dazu. 

Da der Zünder der Bombe intakt war, hatten alle Arbeiter großes Glück, dass es durch die Erschütterungen während des Transports zu keiner Explosion kam. Der Erdaushub auf der Baustelle für das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen wird jetzt erneut auf Blindgänger untersucht. Mit der Suche wurde eine Spezialfirma beauftragt.

Vor allem rund um Frankfurt werden immer wieder Bomben aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Erst im vergangenen August rückte der Kampfmittelräumdienst zur Messe Frankfurt aus. skk/red

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