Offenbacher „Hexentochter“ ist spannender als 60.000 Volt

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Jung-Autorin Stefanie Mühlsteph hat es geschafft, für ihren Kinder- und Jugendroman „Hexentochter“ einen Verleger zu finden. Jetzt schreibt sie an der Fortsetzung.

Offenbach – Stefanie Mühlstephs Leben ist Spannung. Tagsüber hantiert die Studentin der Elektrotechnik mit 60.000 Volt, nach Feierabend dreht sie den Spannungsregler noch weiter auf. Dann schreibt die 22-jährige Offenbacher Jung-Schriftstellerin Fantasy-Geschichten. Ihren ersten Roman „Hexentochter“ hat sie gerade veröffentlicht und schreibt schon an der Fortsetzung. Von Christian Reinartz

Schuld an der regelrechten Fantasy-Sucht von Stefanie Mühlstephs ist ihr Vater. Er war es, der ihr als kleines Kind ein Märchen nach dem anderen vorlas. Seitdem sie selbst lesen kann, hat die 22-Jährige so gut wie alles verschlungen, was die einschlägige Fantasy-Literatur hergibt.

Gefallen hat ihr nicht alles. „Vieles hat mich an den Geschichten genervt, und ich wollte es besser machen“, erinnert sie sich an den Tag, an dem sie beschloss „Hexentochter“ zu schreiben.

Jung-Autorin nervt die Vampir-Hysterie

Besonders Vampire kann die blonde Offenbacherin nicht leiden: „Und deswegen kommen sie auch nicht vor.“ Überhaupt sei sie von dem um sich greifenden Blutsauger-Trend genervt: „Losgetreten wurde das alles durch die Fernseh-Serie Twilight. Seitdem dreht sich alles nur um Vampire.“

Weniger originell und gar nicht gruselig war der Weg, auf dem Mühlsteph einen Verlag gefunden hat. „Das war auf die klassische Art“, sagt sie mit verschmitztem Lächeln. Erst schickte sie ihr Manuskript herum, dann sagte ein Berliner Verlag zu. Über Nacht ist aus der Elektrotechnik-Studentin mit Schwerpunkt „Hochspannung“ so eine Profi-Schriftstellerin geworden. „Meine Kommilitonen nehmen das aber gelassen“, sagt Mühlsteph: „Die wenigsten haben es mitbekommen.“ Für sie ist das Studium Ausgleich zum Autorendasein. „Ich sage immer: Die Elektrotechnik ist mein Handwerk, das Schreiben meine Leidenschaft.“

Der dritte Teil des Romans ist bald fertig

Eine Fortsetzung von „Hexentochter“ hat Mühlsteph schon fast fertig in der Schublade liegen. Ein dritter Band ist in Planung. Ob die beiden Bücher allerdings herauskommen, steht noch nicht fest, so die Offenbacherin: „Jetzt wird hoffentlich erstmal ,Hexentochter‘ ein Erfolg.“

Der EXTRA TIPP verlost vier Exemplare. Bis Dienstag, 10. August, 15 Uhr, eine Mail mit Betreff „Hexentochter“ an .senden gewinn@extratipp.com

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