Schlechte Noten für Offenbach: "Negativer geht es nicht mehr!"

Offenbach - "Für Offenbach ist das ein Horrorszenario", sagt Michael Bahrke vom renomierten Institut der deutschen Wirtschaft . Er betreut die Studie und hat alle 409 Kreisfreien Städte und Landkreise in Deutschland unter die Lupe genommen.

Besonders schlecht schneidet Offenbach neben der Dynamik in Sachen Arbeitslosenquote, Hartz IV-Empfänger, Kita-Betreuung, Straftaten und öffentliche Schulden ab. Lediglich in Sachen Nachwuchs kann die Stadt punkten: Platz fünf.Beim Dynamikvergleich hat Bahrke die Entwicklung der Arbeitsquote, des verfügbaren Einkommens, des Anteils an der Einkommenssteuer und der Arbeitsplatzversorgung seit dem Jahr 2000 zur Grundlage genommen. "Nirgendswo anders in Deutschland, außer in Groß-Gerau, gab es eine so schlechte Entwicklung", sagt er: "Negativer geht es wirklich nicht mehr!"Chancen, beim nächsten Ranking wieder besser abzuschneiden, sieht Bahrke aber schon: "Selbst kleine Entwicklungen machen sich deutlich in der Platzierung bemerkbar", versichert er. Aus "dem Teufelskreis auszubrechen", sei allerdings fast unmöglich.

Pressesprecher Matthias Müller glaubt der Studie nicht: "Es gibt kaum eine Stadt in Deutschland, die so viele Anstrengungen unternimmt, ihre Probleme zu ändern, wie Offenbach." Deswegen gebe er nicht viel auf solche Studien. "Diese Rankings liefern sehr unterschiedliche Ergebnisse. Wir waren auch schon mal auf Platz eins", versichert er.Michael Bahrke kennt diese Argumentation: "Das ist die Standardreaktion der Städte, die sich weit unten in der Statistik befinden. In unserer Studie geht es aber um harte, nachprüfbare Fakten. Das kann kein Stadtsprecher wegdiskutieren."Die Ergebnisse der Studie gibt´s im Internet unter: www.insm-regionalranking.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare