Jetzt doch: Stadt zieht Notbremse bei Sanierung der Kollwitz-Schule

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Die Käthe-Kollwitz-Schule wird ohne privaten Partner saniert.

Offenbach – Das Hauptgebäude der Käthe-Kollwitz-Schule wird doch nicht im so genannen ÖPP-Verfahren saniert. Nachdem die Kosten der Wirtschaftlichkeitsprüfung für drei Offenbacher Schulen mehr als 1,8 Millionen Euro verschlungen hat, zieht die Stadt Offenbach nun die Reißleine.

„Die Stadt Offenbach wird das vorhandene Gebäude der Käthe-Kollwitz-Schule in eigener Regie sanieren“, sagt Kämmerer Michael Beseler. Das Bestandsgebäude der Schule werde in Abstimmung mit den Bietern und mit dem Regierungspräsidenten aus dem so genannten ÖPP-Verfahren (Öffentlich-Private-Partnerschaft) herausgenommen, so Beseler weiter. Der Grund: Alle Bieter waren nicht von einer komplette Entkernung des Baukörpers abzubringen. Da die Kosten dafür den vom Regierungspräsidenten vorgegebenen finanziellen Rahmen bei weitem übersteigen würden, saniert die Stadt den Baukörper nun konventionell.

Vorerst im ÖPP-Verfahren des Berufsschulzentrums Buchhügel bleiben dagegen die Sanierung und Erweiterung der Theodor-Heuss-Schule, der Erweiterungsbau der Käthe-Kollwitz-Schule sowie der Neubau der Drei-Felder-Turnhalle und deren Aufwertung der Außenanlagen. Ebenfalls ÖPP-betreut bleiben der Abriss und Neubau der Beethovenschule.

Die Vorteile der ÖPP-Verfahren liegen in Kostenreduzierungen durch Nachverhandlungen, was bei anderen öffentlichen Ausschreibungen nicht machbar ist. Außerdem bietet es die Möglichkeit, dem Bauunternehmen den Betrieb zu übertragen. Dadurch hat das Unternehmen ein hohes Interesse an qualitativ hochwertigen Materialien sowie an einer energiesparenden und Bauweise.

Offenbach investiert in den nächsten zehn Jahren rund 250 Millionen Euro in die Sanierung der Schulen. Ein Kraftakt für optimale Lernbedingungen und für die Bauverwaltung, die in kurzer Zeit allein im Bildungsbereich über 20 Großprojekte betreuen wird.

Lesen Sie hier den EXTRA-TIPP-Bericht über PPP vom 12. Juli 2009.

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