In Offenbach

OFC gegen Saarbrücken: Schicksalsspiel der enttäuschenden Ex-Favoriten

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Die Enttäuschung sitzt nach 1:4 gegen den Bahlinger SC besonders tief: Sascha Korb (von links), Benjamin Pintol, und OFC-Torwart Daniel Endres lassen die Köpfe hängen.

Offenbach – Wiedergutmachung gegen den 1. FC Saarbrücken: Das haben sich heute die Spieler der Offenbacher Kickers vorgenommen, die zuletzt vor allem kämpferisch enttäuschten. Von Peppi Schmitt

Drei Spiele werden die Kickers aus Offenbach noch vor der Winterpause austragen, drei Spiele, die es in sich haben. Es geht im letzten Spiel der Vorrunde gegen den Tabellenvierten 1.FC Saarbrücken (32 Punkte), danach zu Beginn der Rückrunde gegen den Tabellenfünften Hessen Kassel (28) und den Tabellensiebten FC Homburg (27).

Die Kickers sind derzeit mit 28 Punkten nur Sechster der Regionalliga Süd, treffen also auf die direkten Tabellennachbarn. Schon das Heimspiel an diesem Sonntag (Beginn ist um 14 Uhr) gegen den 1.FC Saarbrücken, ist also so etwas wie die letzte Chance, vielleicht doch in den Kampf um die beiden möglichen Aufstiegsplätze einzugreifen. Denn die beiden Spitzenteams SV Waldhof Mannheim (39) und Eintracht Trier (36) sind mit elf und acht Punkten doch schon weit enteilt.

Das Duell mit den Saarländern ist das Spiel der Enttäuschten und Enttäuschenden. Beide Klubs, der OFC wie der FCS, wurden neben Waldhof vor der Saison zu den ganz großen Favoriten gezählt. Nach gutem Auftakt konnten beide die Erwartungen aber nicht mehr erfüllen. Die Offenbacher konnten von den letzten sechs Ligaspielen überhaupt nur ein einziges gewinnen, zu Hause mit 1:0 gegen den 1.FC Kaiserslautern.

Trainer sauer

Besonders schmerzt die 1:4-Niederlage vor zwei Wochen beim Bahlinger SC. Da waren die mitgereisten Fans zum ersten Mal richtig sauer. Und auch der Trainer hielt diesmal seine schützende Hand nicht über die Mannschaft. „Das war inakzeptabel“, sagte Rico Schmitt, „so kann man nicht Fußball spielen.“ Die Offenbacher Spieler hatten keine Einstellung zu der Partie gefunden, hatten kämpferisch zu wenig dagegengehalten und konnten ihre eigentliche spielerische Überlegenheit nie auf den Platz bringen. Wiedergutmachung ist also angesagt im Spiel der ehemaligen Bundesligisten gegen den 1.FC Saarbrücken. Das gilt freilich für beide, denn auch die Saarländer, seit Saisonbeginn vom früheren Berliner Bundesligaspieler Falko Götz trainiert, stehen nicht da, wo sie stehen wollten. Zuletzt haben sie mit immerhin 3:0 das „Auswärtsspiel“ beim Stadtrivalen Saar 05 Saarbrücken mit 3:0 gewonnen ohne dabei wirklich überzeugen zu können. Die Saarbrücker stehen also auch mächtig unter Druck. Pech für den OFC, dass er ausgerechnet jetzt aus Klaus Gjasula verzichten muss. Der Abwehrspieler wurde in Bahlingen mit gelb/rot vom Platz gestellt.

Auch wenn es nicht mehr das absolute Spitzenspiel ist, werden mehr als 8000 Zuschauer am Bieberer Berg erwartet. Die Partie wird wegen der großen Fanaufgebote als Risikospiel eingestuft. Die Zahl der Ordner und Polizisten wird sicher erhöht, die Einlasskontrollen können länger als normal dauern.

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