Kaiserlei soll zur Kreuzung werden

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Oberbürgermeister Horst Schneider (von rechts) mit den Oberrädern Jörg Müller-Feldhammer und Norbert Karl Scherlitz vor den Umbauplänen.

Offenbach/Frankfurt – Die Angst vor dem Verkehrskollaps mit langen Rückstaus und massivem Schleichverkehr durchs Wohngebiet schweißt zusammen. Von Norman Körtge

Diese Woche besuchten Mitglieder der Frankfurter Interessengemeinschaft (IG) „Neue Wasserhofstraße“ aus Oberrad den Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider, um ihn in seinen Plänen zu bestärken, den Kaiserlei-Kreisel in zwei Groß-Kreuzungen mit Rampen zur A661 umzubauen. „Ohne den Ausbau des Kaiserleis wird Oberrad noch mehr unter dem Schleichverkehr leiden“, befürchtet IG-Sprecher Norbert Karl Scherlitz. Hintergrund ist die geplante Mainbrücke Ost, die den Frankfurter Osthafen, wo derzeit der neue Wolkenkratzer der Europäischen Zentralbank hochgezogen wird, mit der Strahlenberger Straße auf der südlichen Mainseite verbinden soll. Entlastet werden soll damit vor allem die Hanauer Landstraße.

Finanzierung ist noch unklar

„Dieser Brückenbau muss in einem Paket mit dem Umbau des Kaiserlei-Kreisels erfolgen, der jetzt schon an seiner Kapazitätsgrenze ist“, fordert Scherlitz. Der gleichen Meinung ist auch OB Schneider, der nicht nur bereits die Umbaupläne, sondern auch den Planfeststellungsbeschluss in der Schublade hat. Unklar ist aber die Finanzierung. Die Kosten schätzt Schneider „auf mindestens 20 Millionen Euro“. Mehrmals hat er deshalb bei der Landesregierung vorgesprochen. Nun wagt er Anfang Februar einen neuen Versuch. Diesmal zusammen mit Frankfurts Planungsdezernent Edwin Schwarz. Als weitere Maßnahme zur Verkehrsberuhigung Oberrads und des westlichen Offenbachs schlägt die IG eine elektronische Einbahnstraßenregelung der Offenbacher Landstraße ab Stadtgrenze vor.

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