Offenbacher muss zahlen

Vermüllter Schrebergarten kostet Besitzer 8900 Euro

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Offenbach - Ein verwahrloster Kleingarten kommt einem Schrebergärtner in Offenbach teuer zu stehen: Nachdem er vor Gericht seinen Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid des Ordnungsamtes zurücknahm, muss er nun 8900 Euro Strafe zahlen.

Über Jahre sammelte sich in einem Kleingarten im Offenbacher Lauterborn immer mehr Müll an. Die Ablagerungen bestehen aus zahlreichen Altreifen, ausgedienten Fenstern, demolierten Bau- und Wohnwagen, Möbelteilen bis hin zu einer abgebrannten Gartenhütte. Diese Liste ist nicht abschließend und vermittelt nur einen kleinen Eindruck über die Zustände auf dem Grundstück.

Vor Jahren wurde der Zustand des Grundstücks beim Ordnungsamt bekannt. Es folgten zahlreiche Aufforderungen das Grundstück zu reinigen und auch persönliche Gespräche mit dem Eigentümer wurden geführt. Nachdem mehrere Kontrollen durch die Ordnungskräfte deutlich machten, dass sich die Situation nicht verbesserte, sondern sogar noch schlimmer wurde, reichte es dem Amt und es leitete ein Bußgeldverfahren wegen des Verstoßes gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz gegen den Grundstückseigentümer ein. Folglich wurde ein Bußgeldbescheid in Höhe von 8500 Euro zuzüglich Verwaltungsgebühren und Zustellungskosten in Höhe von weiteren 400 Euro erlassen.

Gegen diesen Bescheid wehrte sich der Betroffene zunächst und sah sich nicht verantwortlich für die Abfälle, die teilweise durch fremde Personen verursacht worden seien. „Der Ursprung der Abfälle ist in einem solchen Verfahren nicht maßgeblich. Eigentum verpflichtet!“, berichtet Christian Broos, der zuständige Sachgebietsleiter des Ordnungsamtes.

Auf privaten Flächen ist allein der Eigentümer für die Beseitigung der Abfälle verantwortlich. Wenn sich dieser nicht rührt oder nicht erreichbar ist, kann es in Einzelfällen Jahre dauern, bis die Abfälle weggeräumt werden.

red

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