Oberursel: Geburtsstätte des Seifenkistenrennens

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Auf den Überresten gotischer Stadttore erbaut: Das 1479 erbaute historische Rathaus in Oberursel.

Oberursel - Seifenkistenrennen, einstige Kelten-Großstadt und Wälder: Der EXTRA TIPP erklärt, was man zur Stadt Oberursel wissen muss.

Oberursel ist die Schulstadt des Hochtaunuskreises, nahezu alle Schulformen sind hier vertreten. Der Urselbach, der Namensgeber der Stadt, sowie die vielen Felder, Wiesen und vor allem die Wälder des Taunus, die bis an die nördlichen Siedlungsgebiete heranreichen, schenken der Stadt ihren Erholungswert. Der „Keltenrundweg“ erläutert interessierten Besuchern mit Informationstafeln die einstige Kelten-Großstadt, das sogenannte „Heidetränk-Oppidum“Das Veranstaltungs- und Vereinsleben ist abwechslungsreich und sehr lebendig. Das Brunnenfest, das jedes Jahr am Wochenende nach Pfingsten gefeiert wird und zu dem man sich in den lauschigen Höfen der Altstadt rund um den Marktplatz trifft, setzt festliche Akzente. Weiterer Höhepunkt des Jahres: Der „Taunus-Karnevalszug“, der sich an jedem Fastnachtssonntag durch die Oberurseler Straßen schlängelt und den Ruf Oberursels als „Fastnachtshochburg“ immer wieder aufs Neue bestätigt.

Die Oberursel-Fakten

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Einwohner: 44.817 (zweitgrößte Stadt im Hochtaunuskreis)
Fläche: 4.539 Hektar.
Kaufkraft je Einwohner: 25.407 Euro (Stand 2007).
Erste Erwähnung: Als Siedlung wird „Ursella“ erstmals im Jahre 791 nach Christus in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erwähnt. Eingemeindungen: 1929 wurde Bommersheim eingegliedert, 1972 folgen Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen.
Sehenswürdigkeiten: Zum 100. Todestag von Friedrich Schiller wurde der Schillerturm durch Oberurseler Bürger und den Taunusklub errichtet. Offiziell eingeweiht wurde er am 7. Mai 1905. Auf einem vier Meter hohen Steinsockel war ein 12,5 Meter hoher Aussichtsturm aus Eisen angebracht. Die Lage auf dem Höhenrücken erlaubte einen Blick auf den Taunus und auf der anderen Seite nach Frankfurt und über das Rhein-Main-Gebiet. Die Stadt, ließ den Metallturm 1964 abreißen, weil der Turm saniert werden musste und weil es durch inzwischen gewachsene Bäume keine freie Sicht mehr gab. Nur der Steinsockel blieb stehen. Dieser wurde 1986 und 2007/ 2008 auf Initiative des Taunusklubs saniert.
Städtepartnerschaften: Épinay-sur-Seine (Frankreich) – seit 1964, Rushmoor (Großbritannien) – seit 1989, Lomonossow (Russland) – seit 2003, seit 2004 Stadtteil von Peterhof.
Kurioses: In Oberursel wurde am 31. Juli 1904 das erste Seifenkistenrennen auf deutschem Boden ausgetragen.
Personen, die in Oberursel ihren Wohnsitz hatten: Fritz Rau (Konzertveranstalter), Jürgen Banzer, ehemaliger Hessischer Justiz-, Kultus- und Sozialminister, Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, Dorothea Henzler ehemalige hessische Kultusministerin, Helmut Schlesinger und Ernst Welteke, beide ehemalige Bundesbankpräsidenten.

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