Kampf um den Rathaus-Posten

Obertshausen wählt neuen Bürgermeister

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Der unabhängige Roger Winter (links) und der Erste Stadtrat, Hubert Gerhards von der CDU kämpfen um den Posten des Bürgermeisters in Obertshausen.

Obertshausen – Bürgermeisterwahl in Obertshausen: Roger Winter und Hubert Gerhards kämpfen um den Rathaus-Posten. Von Dirk Beutel 

So oder so: Obertshausen bekommt nach der Wahl am 9. März einen neuen Bürgermeister. Bernd Roth (CDU), der seit dem 23. Juni 2002 auf dem Sessel des Verwaltungschefs saß, kündigte bereits im Vorfeld an, nicht für eine dritte Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Nach dem Willen des Unions-Vorstandes soll sein Nachfolger der bisherige Erste Stadtrat, Hubert Gerhards, werden. Sein großes Plus: Er ist in alle laufenden Vorhaben der Stadt eingebunden und braucht keine lange Orientierungsphase. Zudem kenne er die Menschen und die Verwaltung.

Auf der anderen Seite haben sich sowohl SPD als auch die Grünen für Roger Winter ausgesprochen. Seit 2006 sitzt er als Fraktionsvorsitzender der Grünen im Obertshausener Stadtparlament. Bei der Bürgermeisterwahl tritt er jedoch als unabhängiger Kandidat an.

Dass Winter dennoch im Falle eines Wahlsieges keine Mehrheit im Parlament haben werde, stört den Beamten beim Revisionsamt der Stadt Offenbach nicht: „Eine vernünftige Idee wird im Rahmen des politischen Prozesses einen Weg finden, unabhängig von Mehrheiten.“

Mix aus Sparmaßnahmen und Stärkung der Wirtschaft

Bei den Finanzen setzen beide auf einen Mix aus Sparmaßnahmen und der Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Gerhards: „Der Bereich rund um den Autobahnanschluss Obertshausen muss gemeinsam mit dem Land Hessen ausgebaut werden. Die Ansiedlung weiterer Betriebe im Gewerbegebiet „Herbäcker“ gilt es zu unterstützen.“ Winter will einen Wirtschaftsrat einrichten: „Mit Vertretern der Großbetriebe und des Einzelhandels, der als regelmäßiges Beratungsgremium wichtige Impulse für die Stadtentwicklung geben kann.“ Der unabhängige Kandidat setzt sich zudem für eine gemeinsames Stadtzentrum in der Mitte Obertshausens ein. Darüber hinaus kündigt er an, die Abläufe der Verwaltung dort zu optimieren, wo sie angebracht seien. In jedem Fall will er die Bürger in die Entscheidungen einbinden.

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Stadtentwicklung ist auch bei seinem politischen Gegner ein Thema. Gebhards will den Beethovenpark neu gestalten, die Entwicklung der ehemaligen Fröbelschule für Wohnnutzung, die Renovierung des alten Bahnhofs mit Gastronomie und die Nahversorgung für beide Stadtteile sowie die Aufwertung der Naherholungsgebiete vorantreiben.

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