Notendurchschnitt 2013 belegt

Trotz Kritik: G8-Schüler machen das bessere Abi

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Der Prüfungsstress ist schon lange vorbei. Jetzt kommt die Statistik. Und die besagt: G8-Schüler machen das bessere Abi.

Region Rhein-Main – Das dürfte die Diskussion um G8 oder G9 – also die acht- oder neunjährige Zeit bis zum Abitur – neu anheizen. Denn der Notendurchschnitt des Jahres 2013 zeigt: Der G8-Jahrgang macht trotz des kritisierten Leistungsdrucks das bessere Abi. Von Silke Gottaut

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Es ist zwar kein großer Unterschied, aber es ist einer. Während die G8-Absolventen mit einer Durchschnittsnote von 2,36 ihr Abitur vor den Sommerferien machten, betrug sie bei den G9-Schülern 2,45. Für Christian Henkes, Pressesprecher des Hessischen Kultusministeriums, sprechen die Zahlen „jenseits der sehr lebendig und emotional geführten G8/G9-Diskussion“ für sich. Auf Nachfrage, warum er glaubt, dass die G8-Schüler trotz der kritisierten Verkürzung das bessere Abi machen, sagt er: „G8-Schüler haben von Anfang an ein anderes Leistungsverständnis und damit ein besseres Zeit- und Organisationsmanagement.“

2013 sind in Hessen insgesamt 32.609 Schüler in die Abiprüfungen gegangen, 31.679 davon haben bestanden. Das entspricht einer Quote von 97,1 Prozent. Die Durchschnittsnote lag bei 2,42. 516 Abiturienten haben die Traumnote 1,0 erreicht.

Durch das Zusammenfallen von G8 und G9 gab es nochmals eine enorme Steigerung bei den Abiturientenzahlen. Im vergangenen Jahr waren noch 7000 Schüler weniger in die Prüfungen gegangen.

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