Noro-Viren sind einfach zum Kotzen

Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) meldet bereits höhere Fallzahlen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dabei sprachen Ärzte bereits im Winter 2006/2007 mit 137.480 gemeldeten Erkrankten und 48 Toten von einer Rekordwelle.

Jetzt könnte es noch heftiger kommen, zumal es Befürchtungen gibt, dass sich die Viren genetisch verändert haben.

"Eine Infektion ist unangenehm, bei gesunden Menschen aber nicht lebensbedrohlich" , sagt RKI-Präsident Reinhard Kurth. Richtige Ausbruchswellen werden häufig in Krankenhäusern und Altenpflegeheimen beobachtet.

Da bei schweren Verläufen ein starker Flüssigkeitsverlust auftritt, sind vor allem ältere, geschwächte Menschen und kleinere Kindern gefährdet. Hat das Noro-Virus einen also erwischt, auf jeden Fall viel Flüssigkeit zu sich nehmen und das Bett hüten. Außerdem sollte frühzeitig ein Arzt konsultiert werden.140 nachgewiesene Erkrankte gibt es derzeit in Offenbach, berichtet der stellvertretende Amtsarzt Michael Maiwald. Die gemeldeten Fallzahlen im Landkreis Offenbach bestätigen nach Auskunft von Kreis-Sprecherin Kordula Egenolf den bundesweiten Trend.

Gründliches Händewaschen â?? vor allem nach dem Gang zur Toilette â?? reduziert das Infektionsrisiko. Auch sollte das Handtuch häufig gewechselt werden. Bei Erkrankten auch die Bettwäsche und die Kleidung gründlich waschen. Nach Aussage von Maiwald dauert die Erkrankung im Regelfall ein bis drei Tagen. Allerdings wird der Virus auch nach dem Abklingen der Symptome noch bis zu zwei Wochen ausgeschieden. Deshalb sollte weiter auf die Toiletten- und Händehygiene geachtet werden, betont Maiwald.

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