Tipps im Video

Von Kondition bis Fettabbau: Rope-Skipping ist im Trend

+
Die junge Rope-Skipping-Truppe von Eintracht Frankfurt während einer Übungsstunde

Region Rhein-Main – Viele kennen es aus den Kindertagen: Seilhüpfen. Oder auf Englisch: „Rope Skipping“. Aber das vermeintliche Kinderspiel ist mittlerweile voll im Fitness-Trend. Die beiden Trainerinnen der Rope-Skipping-Gruppe der Frankfurter Eintracht geben Tipps für den Sport. Von Oliver Haas

 „Das ist mehr als einfach nur Seilhüpfen“, sagt Carolin Schütz. Seit 2013 trainiert die 25-Jährige mit ihrer Freundin Sabrina Huber die Rope-Skipping-Gruppe der Frankfurter Eintracht. „Es gibt so viele verschiedene Sprünge und auch akrobatische Elemente können eingebaut werden.“ Im Konditionstraining für Kampfsportler schon jahrelang integriert, wird die Sportart auch in Fitnesskreisen zum Abspecken und für Steigerung der Herz-Kreislauf-Funktion immer beliebter. Der große Vorteil: Sie ist relativ preiswert, aber sehr effektiv. Auch wenn die ersten Grundsprünge oft schnell zu lernen sind, so gibt es laut den beiden Eintracht-Trainerinnen einiges zu beachten:

Das richtige Seil

Mehr als zehn Euro müssten Anfänger nicht für ein Seil ausgeben. Da gebe es bereits richtig gute Qualität. „In den meisten Sportgeschäften wird man mittlerweile sehr gut beraten“, so Carolin Schütz. Wichtig sei, dass man ein Kunststoffseil und kein Stoffseil nimmt, denn das hält dann länger. Und für Anfänger sollten die Griffe nicht zu lang sein. „Fortgeschrittene können sich als zusätzlichen Trainingseffekt Seile kaufen, in deren Griffen Gewichte verstaut werden können. Vor allem Kampfsportler wie Boxer haben so einen zusätzlichen Trainingseffekt“.

Die richtige Seil-Länge

Gemessen wird das Seil immer, indem man sich mit der Fußspitze auf die Mitte des Seiles stellt. Für die korrekte Länge müssen die Griff-Enden dann im gestrafften Zustand bis unter die Achselhöhlen reichen. Gegebenenfalls muss das Seil gekürzt werden.

Die richtigen Schuhe

„Ganz wichtig ist es, dass die Schuhe genügend gedämpft sind. Da eignen sich Schuhe, die man zum Joggen benutzt“, so Schütz. Die Belastung für die Gelenke sei enorm, deswegen sei ein Sportschuh mit dicker Sohle empfehlenswert, weil dadurch besser abgefedert wird. Außerdem sei es von Vorteil, wenn die Schuhe an der Seite etwas höher sind, falls man beim Springen umknickt.

So wird gesprungen:

Trainerin Sabrina Huber zeigt einen Überkreuz-Sprung

Die Griff-Enden müssen links und rechts gehalten werden, sodass die Ellenbogen die Taille berühren. „Oft wird der Fehler gemacht, dass man die Hände zu weit weg vom Körper hält und zu weit nach vorne.“ Die Unterarme müssen fast waagerecht nach außen zeigen. Beim ersten Grundsprung stehen dann die Füße parallel und die Kniegelenke sind leicht gebeugt. „Falsch gemacht wird auch, dass auf dem gesamten Fuß gesprungen wird. Aber man sollte nur auf den Fußballen springen. Und sich dabei nicht wie ein Elefant bewegen, sondern eher leicht wie ein Vogel“, lacht Schütz. Das Schwierige sei für Anfänger, dass man mit den Händen eine andere Bewegung macht, als mit den Füßen. Aber der große Vorteil der Sportart sei, dass sich schnell Erfolge einstellen. „Und wer bei einer Sportart schneller ein Erfolgserlebnis hat, der bleibt dran.“ Wer den ersten Grundsprung beherrscht, könne dann etwa den „Hampelmann-Sprung“ probieren, mit den Füßen abwechselnd springen oder die Knie während des Springens hochziehen.

So viel Kalorien werden verbrannt

Laut der Seite www.fitrechner.de verbraucht ein 25-Jähriger, 80 Kilogramm schwerer Mann mit 15 Minuten schnellem Seilspringen bereits knapp 240 Kalorien. Bei höherem Körpergewicht steigt der Kalorienverbrauch enorm an.

Video: Tipps und Übungen für Anfänger

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare