Komplette Frischzellenkur

Neuer Anstrich und neuer Name für Frankfurts Kult-Club Odeon

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Wollen dem Odeon ein neues Gesicht verleihen: Sidney Späth, Helga Lesegeld und Sinisa Gretic (von links) vor der weißen Villa im Bethmannpark.

Frankfurt – Die Frankfurter Clubszene wartet gespannt auf die Wiederbelebung einer Legende. Denn das Frankfurter Odeon ist gerade dabei, sich als Schmelztiegel für Partygänger neu zu erfinden. Von Dirk Beutel

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Hier treffen sich Party-Tradition und moderner Club-Anspruch. Hier feiern Studenten neben Bankenchefs oder Fernsehstars. Es ist Frankfurts Wohnzimmer für Nachtschwärmer jeder Coleur: Das Odeon. Doch zurzeit haben nicht die vibrierenden Beats das Sagen im Frankfurter Club an der Friedberger Anlage, sondern die Handwerker. Denn Frankfurts Party-Villa bekommt einen neuen Anstrich. „Das Innenleben des Clubs verändert sich täglich“, sagt Party-Legende und Inhaberin Helga Lesegeld.Nach 20 Jahren wollte sie ihrem Club eine Verjüngungskur verpassen. Und zwar von Grund auf. Dazu gehören die beiden neuen Partner an Lesegelds Seite: Die Frankfurter DJ-Größe Sidney Späth und dessen Kompagnon Sinisa Gretic, die beide ihren Enthusiasmus teilen und in die Realität umsetzen wollen. „Die klassische Diskothek wie man sie von früher kennt, hat ausgedient. Deshalb stellen wir uns hier im Odeon komplett neu auf“, sagt Späth. Und mit komplett neu, meint er auch komplett neu. Verantwortlich für den neuen atmosphärischen Stil ist der angesagte Münchener Architekt Sascha Arnold.

Öffnungszeiten sollen auch geändert werden

Neues Mobiliar, neue Theke, neues Lichtdesign, neuer Boden, neues Konzept. Da macht die Transformation auch nicht beim Namen halt: Aus dem Odeon wird Le Panther. Klingt mysteriös und sexy, soll es auch sein, hat aber seinen historischen Hintergrund. Denn der Name bezieht sich auf die international berühmte Marmor-Skulptur „Ariadne auf dem Panther“ von Johann Heinrich von Danneckers, deren restaurierte Version heute im Liebieghaus steht, und für die der weiße Jugendstil-Pavillion an der Seilerstraße errichtet wurde.

Neu sind auch die Öffnungszeiten. Schon ab 17 Uhr soll es es täglich losgehen, der Barbetrieb soll ab 18 Uhr beginnen. Mit im Angebot: Nachhaltige bio-organische Drinks aus eigenem Anbau und die große Terrasse soll künftig zum Brunch am Sonntag einladen. Und zwar auch bei schlechtem Wetter. Um auch bei Regen die Atmosphäre im Gartenambiente genießen zu können sollen Sonnensegel aufgespannt werden.

Musikalisch bleibt man seinem Konzept treu

Die Konkurrenz ist groß, das Ausgeh-Verhalten hat sich verändert, auch durch die sozialen Medien und die Szene, die sich ständig wandeln“, sagt Gretic. Musikalisch bleibt man sich treu: Tanzbare Houseklänge in verschiedenen Facetten werden von den Plattentellern auf die Tanzfläche geschickt. Das Publikum soll weiterhin so gemischt bleiben wie bisher: „Wir wollen einen Club für die Leute, mit Preisen die sich jeder leisten kann“, sagt Späth: „Wir sortieren auch niemanden aufgrund des Dresscodes aus. Für uns zählt die Sympathie. Leute die gerne feiern und eine gute Zeit haben möchten, sind uns immer willkommen.“

Wann der neue Club offiziell öffnet, ist noch offen. Als wahrscheinlich gilt Ende April, Anfang Mai.

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