Verein gegründet

Neuanfang für das Frankfurter Volkstheater

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Blick auf die Altstadt.

Frankfurt - Seit zehn Monaten wollen die Klagen der Frankfurter über den Verlust ihres Volkstheaters nicht verstummen. Sie haben 17 Vertreter des bewährten Teams ermutigt im Mai einen Neuanfang zu wagen. 

Die 17 Vertreter des bewährten Teams haben sich nun zu einem Verein zusammengeschlossen, der den Namen „Volkstheater Hessen“ trägt. Sein Hauptzweck ist es, für die vielen Anhänger des Hauses weiter Volkstheater zu machen – die Tradition stets im Blick, aber auf neuen Füßen stehend.

Die Leitung des Vereins haben die bekannte Volksschauspielerin Anette Krämer, der Schauspieler und Regisseur Steffen Wilhelm und der kaufmännische Mitarbeiter Hauke Hummel übernommen. Weitere Mitglieder sind die ebenfalls von der Bühne bekannten Schauspieler Heinz Harth, Sabine Isabel Roller, Detlev Nyga sowie Kostümbildner und Techniker. Der Verein „ Volkstheater Hessen “ soll schnellstmöglich ins Frankfurter Vereinsregister eingetragen werden. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit ist bereits in die Wege geleitet.

In Tradition des Volkstheaters

Geplant ist, für die gesamte Rhein-Main-Region neue Stücke in der Tradition des Volkstheaters zu inszenieren, mal modern, mal klassisch, aber immer volksnah und in Mundart. Aufgrund der aktuellen Sparvorschläge der schwarz-grünen Stadtregierung, die beinhalten, dass auf dem Grundstück des „Volkstheaters Frankfurt“ im Großen Hirschgraben das Romantikmuseum nun doch nicht gebaut werden soll, hofft das „Volkstheater Hessen“ auf die Möglichkeit, auch am angestammten Ort den Theaterbetrieb zumindest übergangsweise übernehmen zu können. Gespräche mit der Stadt darüber sollen schnellstmöglich geführt werden.

Ziel ist eine feste Schauspielbühne

Ziel des Vereins ist der Betrieb einer eigenen festen Schauspielbühne. Die Aufwendungen des Vereins werden durch Mitgliedsbeiträge, Eintrittsgelder für die Aufführungen, Nebenerträge, Spenden und aus Zuschüssen der öffentlichen Hand und aus sonstigen Zuschüssen gedeckt.

Nach 42 Jahren hat das Frankfurter Volkstheater seine Pforten geschlossen, da das Gebäude des Theaters abgerissen wird und ein Umzug mit Neueinrichtung nicht finanzierbar sei. Die Stadt finanzierte das theater jährlich mit 620.000 Euro. red

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