Weinernte 2013

Wein auf der Überholspur

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Auch Groß-Umstadt‘s Weinhoheiten Prinzessin Andrea (von links), Königin Franziska I. und Prinzessin Lea hoffen auf eine gute Weinernte in diesem Jahr.

Er ist spät dran in diesem Jahr. Trotzdem sagen Hessens Winzer, der Jahrgang 2013 könnte ein gutes Tröpfchen werden. Der sonnige Juli lässt die Reben den nassen Frühsommer in großen Schritten aufholen. Von Fabienne Seibel

Der Sommer ließ auf sich warten, lange herrschten nasskalte Temperaturen, die aufs Gemüt schlugen. Seit Anfang Juli nun eine Hitzewelle nach der nächsten. Während diese Umstände viele Landwirte zum Verzweifeln brachten, erwarten Hessens Winzer dagegen eine gute Saison. Die Reben holen den Rückstand des nassen Frühsommers in großen Schritten auf. Lediglich die Ernte wird sich um ein paar Wochen verschieben, weiß Oliver Schröbel, Geschäftsführer der Odenwälder Winzergenossenschaft: „Im Schnitt ernten wir in der Region Anfang September. Das ist aber eigentlich zu früh. Dieses Jahr wird sich die Ernte wahrscheinlich auf Ende September verschieben.“

 Der spätere Erntezeitpunkt wirkt sich jedoch nicht auf die Qualität aus: „Eine gute Ernte hat nichts mit dem Lesezeitpunkt zu tun. Wichtig sind Sonnenschein und eine gemäßigte Wasserversorgung. Wenn der Herbst noch kühle und trockene Nächte bringt, halten sich die Trauben lange und einer guten Ernte steht nichts im Wege“, meint Schröbel. Temperaturen von über 30 Grad können den Trauben nichts anhaben. „Knifflig wird es erst, wenn es in der kommenden Zeit nicht ab und an mal regnet. Auf jungen Weinbergen, die noch nicht viel Wasser gespeichert haben, wird es dann schwierig“, sagt Schröbel.

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Während der Bierkonsum in Deutschland in den vergangenen Jahren rückläufig ist, scheint dies bei Wein nicht der Fall zu sein. Schröbel: „Die Nachfrage ist immer noch ungemein hoch, vor allem Burgunder-Sorten und säurearme Weißweine werden sehr gerne getrunken.“ Bis zum Herbst kann jedoch noch viel passieren und man sollte den Jahrgang nicht loben, bevor er im Keller ist. „Ein zuletzt sehr gutes Jahr war 2011. Mal sehen ob wir daran anknüpfen können“, so Schröbel.

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