Nachbarschaftsstreit in Diedenbergen

Messerstechender Nachbar nach Bluttat auf freiem Fuß

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Messerstechen beim Nachbarschaftsstreit: Messerstecher kommt am nächsten Tag wieder frei. Verletzter Nachbarssohn liegt in der Klinik.

Hofheim - Nachdem am Dienstag in Diedenbergen ein Nachbar seine Nachbarn mit dem Messer angegriffen hat, wurde er heute frei gelassen. Heute sind die Gründe für den Streit und den Messerstichen bekannt: Der Messerstecher handelte wahrscheinlich aus Notwehr.

Die Ermittlungen der Polizeibehörde ergeben, dass der Nachbarschaftsstreit zweier Familien vom Ländchesweg in Hofheim-Diedenbergen schon Monate andauere. Heute vernahm die Polizei den messerstechenden Nachbarn. Dieser berichtete, dass am frühen Dienstag Morgen eine Bagatelle zum Streit zwischen ihm und mehreren Familienmitgliedern der Nachbarfamilie führte. Bedingt durch die Belastung des monatelang geführten Nachbarschaftskrieges, entfachte sich der Zwist am Morgen des 18. Februar ziemlich schnell zu einem heftigen Streit. Der 41-Jährige Beschuldigte gab bei seiner heutigen Vernehmung jedoch der Polizei eine Information, die die Eskalation des Nachbarschaftsstreites in ein anderes Licht stellt. Dieser gab an, alleine von mehreren Familienmitgliedern der Gegenpartei umringt gewesen zu sein. Hinzu kommt, dass manche von ihnen Hiebwerkzeuge in den Händen hielten und diese auch gegen ihn benutzen wollten. In dieser Situation eskalierte die Auseinandersetzung, sodass der 41-Jährige sich bedroht fühlte und ein kleines Messer zückte. Die Polizei ermittelt nun in Richtung einer Notwehr-Situation. Deswegen erließ die Staatsanwaltschaft am heutigen Mittwoch, dass der Beschuldigte unter diesen Umständen nicht unter Polizeigewahrsam gehalten werden muss. Nun ist der messerstechende Mann wieder auf freiem Fuß.

Nachbarssohn musste im Krankenhaus operiert werden

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Wie schon am Dienstag, den Tag der Tat, die Polizei bekannt gab, handelt es sich in dem blutigen Nachbarschaftsstreit hauptsächlich um die zwei körperlich verletzten Männern, 21 und 44 Jahre alt, und dessen Messer schwingendem Nachbarn. Der 41-Jährige verletzte mit dem kleinen Messer, das er aus seiner Tasche gezogen hatte, Vater und Sohn aus der verfeindeten Familie. Während der Vater mit leichten Verletzungen davonkam, erlitt der 21-jährige Sohn derart schwere Schnitt- und Stichverletzungen, dass dieser umgehend im Krankenhaus operiert werden musste. Nach Angaben der Polizei schwebt der junge Mann jedoch nicht mehr in Lebensgefahr. Nach der Bluttat fand man den messerstechenden Nachbarn in seinem Anwesen und wurde erst dort von der Polizei festgenommen. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern noch an.

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