540.000 Euro Beute

Axt-Raub auf Juwelier im MTZ: Angeklagter freigesprochen

Frankfurt/Sulzbach - 540.000 Euro Beute, aber scheinbar kein Täter: Der Überfall auf einen Juwelier im Main-Taunus-Zentrum bleibt vorerst ungesühnt. Das Landgericht Frankfurt sprach gestern einen 28 Jahre alten Mann vom Vorwurf des schweren Raubes frei.

Mitarbeiter des betroffenen Juweliers dekorieren die Auslage des Schmuck- und Uhrenhändlers neu.

Es stehe nicht mit ausreichender Sicherheit fest, dass der Mann tatsächlich im Februar 2014 das Geschäft mit zwei Mittätern überfallen habe. Die Fotos seien zu unscharf und verwaschen und auch die polizeilichen Gutachten beruhten nur auf Vermutungen. Der Angeklagte hatte sich selbst nicht zu den Vorwürfen geäußert, diese aber über den Verteidiger bestreiten lassen.

Bei dem Überfall hatten drei Männer im Februar vergangenen Jahres die Glasvitrinen in dem Geschäft mit Äxten zerschlagen. Anschließend flüchteten sie mit Schmuck und Uhren. Der Angeklagte war im Herbst in Spanien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden.

Die Anklage stützte sich vor allem auf die gemeinsame Einreise mit seinem Bruder nach Deutschland, der nach Auffassung der Staatsanwaltschaft an der Tat beteiligt war. Dem Gericht war dies aber zu wenig. Für mehrere Monate Untersuchungshaft erhielt der Mann eine Entschädigung zugesprochen. dpa/skk

So entkamen die Räuber damals aus dem MTZ

In Bildern: Der Fluchtweg der MTZ-Juwelierräuber

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Rubriklistenbild: © dpa

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