Wirtin Ilona Böhm 

Nach Kritik an Schlossgartenfest: Wirtin will’s besser machen!

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Geriet nach ihrer Festpremiere in die Kritik, kündigt für das nächste Jahr aber Verbesserungen an: Ilona Böhm, Ausrichterin des Dieburger Schlossgartenfests.

Dieburg – Weil sie mit dem Schlossgartenfest nicht zufrieden waren, haben sich Dieburger zusammengetan und die Festwirtin kritisiert. Doch die reagierte besonnen – und nahm die Kritik an. Jetzt soll alles besser werden. Von Jens Dörr

Mit einem Brief hat der „Freundeskreis Dieburger Schlossgartenfest“ die gesammelte Kritik vieler Besucher zum größten Heimatfest der Stadt kundgetan. In den vergangenen Tagen hatte der Freundeskreis seine Gedanken und Anregungen zur Festpremiere des Darmstädter Unternehmens Gastronomie Hamel-Zelt an dessen Geschäftsführerin Ilona Böhm übermittelt.

Böhm zeigte sich „völlig überrascht vom Brief“, kündigte aber Optimierungen für das kommende Jahr an. Rückendeckung erhielt sie unter der Woche von Bürgermeister Werner Thomas.

Böhms Unternehmen wird das Fest auch 2016 ausrichten. Gleichwohl hagelte es nach dem Fest Ende Juli Beschwerden über Bühnenprogramm, Speisen und Getränke, Weindorf und Vergnügungspark. Schwarz auf Weiß zu lesen waren die Meinungen nicht nur im Brief des „Freundeskreises“, sondern auch bei Facebook. Dort hatte der Dieburger Renee Exner, auch Vorsitzender der Dieburger CDU-Fraktion im Stadtparlament, eine Umfrage gestartet, wie die Besucher Böhms Festpremiere erlebt hätten.

Beschwerden zum Bühnenprogramm

Böhm stellt klar: „Ich bin eine offene Person, am liebsten sagt man mir so etwas ins Gesicht.“ Auch habe sie das Urteil der Dieburger nicht so negativ wahrgenommen.

Gleichwohl nehme sie sich die Kritik zu Herzen. „Man muss immer sehen, dass wir das Fest bei nur kurzer Vorbereitungszeit erhalten wollten“, sagte sie. Teils habe sie schon beim Fest selbst reagiert. „Es hieß zum Beispiel, das Bier sei nicht richtig gezapft gewesen“, so Böhm. Als ihr das zu Ohren gekommen sei, habe sie bereits am Samstag Personal ausgetauscht.

Nicht nachvollziehen konnte Böhm die Kritik am Vergnügungspark: „Das waren keine Zweite-Wahl-Fahrgeschäfte, wie es mir angekreidet wurde.“ Dennoch werde dieser Park auch überarbeitet. Ebenso wie das Weindorf. Böhm: „Das war wirklich ungemütlich.“ Aber es werde künftig größer, versprach sie.

Am Montag tauschte sich Ilona Böhm mit dem Dieburger Rathaus aus. Nachher erklärten sie und Bürgermeister Thomas: „Die Kritik wird von Seiten der Stadt und der Wirtin natürlich sehr ernst genommen. Denn so schnell möchten beide nicht aufgeben und die Sache hinschmeißen.“ Vor allem die aus der Umfrage stammende Kritik „Ohne Interaktion und das Einbinden der Vereine wird das Fest sterben“ nehme man „sehr ernst“. Allerdings hätten sich die Vereine vorab „lediglich zu einem kleinen Bühnenprogramm überreden“ lassen.

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