Tod nach dem Höhenflug

Ein Kokain-Konsument zieht die Droge mit Hilfe eines Hundert-Euro-Scheins durch die Nase ein. Foto: G..Sanders/fotolia.com

Frankfurt – Ende September gab es in Frankfurt das 23. Drogenopfer in diesem Jahr. Das sind acht mehr als im Jahr 2012 zu derselben Zeit. Ein Hotelangestellter fand am 28. September in einem Hotelzimmer im Bahnhofsviertel die Leiche eines 26-Jährigen.

Neben dem Toten lagen Einwegspritzen und Rauschgift. Damit hat die Stadt Frankfurt das bereits 23. Drogenopfer in diesem Jahr zu beklagen. Das Drogenreferat Frankfurt zeigt sich jedoch wenig beunruhigt. Die Anzahl der Drogentoten hatte im Jahr 1991 mit 147 in Frankfurt ihren Höhepunkt und schwankt in den vergangenen Jahren zwischen 21 und 44 pro Jahr. Ein Trend zu höherem Drogenkonsum lässt sich aus der aktuellen Anzahl der Drogentoten laut dem Frankfurter Drogenreferat nicht ableiten.

Die überwiegende Zahl der Toten sind langjährige Konsumenten, bei denen als Todesursache eine Heroin- oder eine Mischvergiftung angenommen wird. „Besondere Risikofaktoren für eine Überdosierung sind der Konsum nach längerer Abstinenz, der gleichzeitige Konsum verschiedener Drogen oder eine körperlich schlechte Verfassung durch den jahrelangen Drogenmissbrauch“, sagt Oliver Müller-Maar vom Drogenreferat Frankfurt.

Besonders beliebte Drogen bei den Frankfurtern sind nach wie vor Heroin und Crack. Mit Konsumräumen, Beratungsstellen, Notübernachtungsplätzen, der Arbeit von Streetwork und sogar betreutem Wohnen versucht die Stadt Frankfurt Drogenabhängige zu unterstützen.

Doch trotz aller Bemühungen ist Frankfurt nach wie vor Brennpunkt der Drogenszene- und Kriminalität. Müller-Maar erklärt: „Frankfurt ist mit dem Flughafen, dem Hauptbahnhof und dem Frankfurter Kreuz eine der größten Metropolregionen in Deutschland. In der Drogenproblematik muss sich Frankfurt Problemen stellen, wie sie sich in vielen europäischen Metropolen zeigen.“

Trotz der bestehenden Szene meint Müller-Maar: „Mit der Frankfurter Drogenpolitik, die für Vernetzung steht, ist Frankfurt für die Zukunft gut aufgestellt. Der drogenpolitische Ansatz, genannt Frankfurter Weg, ist für viele Kommunen im In- und Ausland Vorbild.“ fabi

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