Sanierung teurer, aber nicht bis 2028

Nach EXTRA-TIPP-Bericht: Neue Planung für Heinemann-Schule

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Dieburg - Nach dem EXTRA TIPP-Artikel über das Sanierungschaos an der Dieburger Gustav-Heinemann-Schule, hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg nun die vollständige Neuplanung der Arbeiten und deren schnellere Durchführung angekündigt. Von Jens Dörr

Wie berichtet, ist die Schule für Sechs- bis 18-Jährige mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen bereits seit 2007 saniert worden. Damals ging die Schulleitung von anderthalb bis zwei Jahren Dauer aus, was sich inzwischen auf acht Jahre erhöht hat. Dazu trugen später auftretender, zusätzlicher Sanierungsbedarf, vor allem aber Baustopps, Umplanungen, Lieferengpässe und offenbar nicht voll ausgeschöpfte Möglichkeiten der Baufirmen bei.

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Nach dem jüngsten, im Februar nach einem Unfalls und einer Elternbeschwerde, verhängten Baustopps ruhen die Bauarbeiten schon wieder seit mehreren Wochen. Koordiniert werden die Arbeiten vom Da-Di-Werk, dem Eigenbetrieb des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Auch in den in dieser Woche zu Ende gehenden Osterferien gibt es vor Ort keine Fortschritte. Zuletzt wurde vom Architekten gar von einer Gesamtdauer bis 2028 ausgegangen, sollten die Arbeiten ausschließlich in den Sommerferien stattfinden. Bei den Arbeiten während des Schulbetriebs war es zum Ärger von Lehrern und Eltern immer wieder zu Problemen gekommen. Zunächst hieß es seitens des Kreises zudem, die Arbeit in Oster-, Herbst- und Weihnachtsferien sei nicht möglich.

Arbeiten werden komplett neu geplant

Nun lässt Schuldezernent Christel Fleischmann über Kreis-Pressesprecher Frank Horneff mitteilen, man sei dabei, „als Schulträger die Ausführung und Umsetzung der Arbeiten komplett neu zu planen“. Ziel dabei sei es, „in den Ferien – und dabei insbesondere in den Sommerferien – gleichzeitig mehrere Arbeitspakete umzusetzen, also mehr parallel als seriell zu arbeiten.“ Das werde, so Horneff, „mit Sicherheit teurer werden und eine hohe Disziplin und Termintreue der dann beauftragten Firmen erfordern, aber es wird ganz bestimmt nicht bis 2028 dauern“.

Wie lange sich die 100 Heinemann-Schüler, die einen besonderen Förderbedarf haben, derzeit aber auf wichtige Räume ihrer Schule (Sporthalle, Therapiebad, Wahrnehmungsraum, Musikraum, Lehrküche) verzichten müssen, noch auf einer Baustelle lernen und spielen müssen, teilte der Kreis noch nicht mit.

Dies könnte aus der neuen Planung hervorgehen, die zunächst nach den Sommerferien präsentiert werden sollte. „Diese neue Planung wird nun bereits nach den Osterferien vorgelegt“, stellt Horneff heraus. Und kündigt außerdem an: „Schuldezernent Christel Fleischmann wird versuchen, mit der Schulleitung einen Termin zu vereinbaren, bei dem er – gerne auch den Eltern – die Vorgehensweise des Kreises erläutern wird.“

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