Museum für ein Zweirad

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Nahe dem Güterbahnhof entsteht derzeit das Horex-Museum. Wie das Gebäude aussehen wird, zeigt ein Mitarbeiter der Firmen Michaelbau auf einem Plan.

Bad Homburg – Der Name Horex ist mit der Stadt Bad Homburg eng verbunden. 1923 wurde dort die Horex-Fahrzeugbau AG gegründet. Nun entsteht am Güterbahnhof ein Museum, das die Geschichte der bekannten Motorräder zeigt. Und das ist nicht das einzige Projekt, das das Areal mit Leben füllen soll. Von Julia Renner

Noch ist nicht viel zu sehen, lediglich ein großes Loch weist darauf hin, dass am Güterbahnhof derzeit gebaut wird. Wie ein Zylinder eines Horex-Motors wird das Museum später aussehen. Auf 535 Quadratmetern und zwei Stockwerken gibt es dann neben dem Museum auch ein Bistro.

Das Horex-Modell Regina.

Im Frühjahr 2012 soll das Museum fertig sein“, sagt Cornelia Löw von der Lautenschläger Güterbahnhof GbR, dem Bauherren. 1,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen in das Projekt. Die Stadt Bad Homburg wird die Museumsräume dann als Mieter beziehen, zunächst sind 20 Jahre vertraglich ausgemacht.Dass das Horex-Museum nicht in bester City-Lage liegt, stört Löw nicht. Rund um den Güterbahnhof sollen in den nächsten Jahren weitere Objekte entstehen, unter anderem Bürogebäude. Löw: „Und dann liegen wir mittendrin.“ Außerdem sei das Museum gut mit der Bahn zu erreichen.

Museums-Fahrten in den Taunus

Cornelia Löw hofft, dass das Museum viele Neugierige anzieht und sich die Baukosten schnell amortisiert haben. Mit dem Inhaber der Marke Horex – produziert wird mittlerweile in Garching bei München – wurden auch schon Pläne geschmiedet. Es soll eigens Museums-Fahrten von Bayern in den Taunus geben. Im Obergeschoss können die Motorrad-Fans dann alles zur Marke Horex entdecken. Im Bistro im Erdgeschoss kann man sich stärken. Ein Betreiber für das Bistro wurde auch schon gefunden. Ein Gesellschafter der Lautenschläger GbR wird sich um Snacks und Getränke kümmern. Die GbR hat bereits ein weiteres Projekt in Planung: Der Güterbahnhof wird umgebaut. „Wir sind bereits in der Vorplanung“, sagt Löw. Ende 2012, spätestens Anfang 2013 sollen in der Güterhalle Veranstaltungen stattfinden, nicht nur private, sondern auch öffentliche. Im alten Verwaltungsgebäude soll ein Restaurant untergebracht werden.

Cornelia Löw freut sich auf die Fertigstellung des Museums. Denn viel weiß sie selbst nicht über die Motorräder. „Das war vor meiner Zeit“, sagt sie lachend.

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