Motorrad aus Niederrad im Stadt-Look

Abgefahren! Dieses Bike ist Frankfurterin

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Josef Heber aus Niederrad zeigt sich stolz mit seinem Frankfurt-Bike.

Frankfurt – Josef Heber´s Herz schlägt für Motorräder, Geschwindigkeit und seine Wahlheimat Frankfurt: Seine 180 PS starke „Josi“ vereint seine Leidenschaften und ist wohl das „sehenswürdigste“ Bike in der Stadt. Von Angelika Pöppel 

Sehenswertes hat Josef Heber aus Niederrad auf seinem Motorrad verewigt. Sein Bike zieren die Frankfurter Wahrzeichen: Die Alte Oper, die Skyline und der Hauptbahnhof. „Die Motive sind so detailgetreu wie ein Foto“, sagt der Biker stolz. Rund zwei Jahre lang wurde an seiner 180 PS starken 11G GSXR Suzuki lackiert und gesprayt, die er liebevoll Josi nennt. Zwei ehemalige Sprayer aus Höchst von „ACK2 Graffiti and More“ brachten die Motive auf die gelbe Karosse. Der Flughafen durfte dabei auch nicht fehlen, deshalb kam nach langer Überlegung eine alte Passagiermaschine hinter den Sitz. „Die Jungs haben die

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Maschine freihändig abgezeichnet“, sagt er und fügt hinzu: „Die Qualität ist irre“. Die Liebeserklärung an seine Wahlheimat kostete den 49-Jährigen rund 2500 Euro: „Mir war das jeden Cent Wert.“

Und auch seine alte Heimat hat noch einen Platz: Die gelbe Karosse war für den Borussia Dortmund Fan aus Nordrhein-Westfalen ein Muss. Doch: „Ich fiebere natürlich auch für die Eintracht“, gibt Heber zu.

Einen Nachteil hat die Lackierung

Einen Nachteil hat die Lackierung aber: „Ich hole die Maschine nur noch selten aus der Garage“, sagt Heber. Der Schaden bei einem Unfall wäre zu hoch – vor allem der ideelle Schaden. Deshalb ist und bleibt Josi auch unverkäuflich.

Bilder vom Frankfurt-Bike

Bilder: Das ist das Frankfurt-Motorrad

Doch wenn er sein Frankfurt-Bike Mal ausführt, sorgt er definitiv für Aufmerksamkeit. „Wenn ich sie auf der Zeil abstelle, versammelt sich meist eine Menschenmenge, alle machen Fotos“, sagt er stolz. Für längere Strecken schwingt sich Heber aber auf seine zweite Maschine – bereits seit 25 Jahren fährt er Motorrad.

Seine schneidige Josi schafft es auf Tempo 300. „Das habe ich nur einmal auf dem Nürburgring ausprobiert.“ Weil er keine Gelegenheit für einen Ausritt verpassen möchte, bleibet die Maschine das ganze Jahr über angemeldet. Und auch über ihren Motor-Tod hinaus, will Heber ihr treu bleiben: „Irgendwann stelle ich sie mir als Kunstwerk in mein Wohnzimmer.“

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