Riesen-Insekt entdeckt

Monster-Mücke: Leser reagieren - Rätsel gelöst?

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Nur eine harmlose Raubfliege? Alice Staab hat weiterhin Zweifel.

Region Rhein-Main – Seit Alice Staab auf ihrer Terrasse eine Monster-Mücke erlegt hat, gibt der Brummer Rätsel auf. Nach dem Bericht im EXTRA TIPP haben sich zahlreiche Fachleute zu Wort gemeldet. Alle sind überzeugt: Es handelt sich um eine Raubfliege. Doch ein Rätsel bleibt. Von Christian Reinartz

Als Staab die Monster-Mücke auf ihrer Terrasse entdeckt, ist der Schreck groß. 30 Millimeter misst der Körper. Ein echter Riesenbrummer, der zwar wie eine Mücke aussieht, aber viel zu groß für einen der Blutsauger ist.

Sie reagiert schnell, erlegt die Mücke mit einem gezielten Schlag. Als Insektenfan wälzt sie sofort sämtliche Nachschlagewerke. „Aber über diese Mücke ist nichts zu finden“, sagt Staab. Sie wandte sich deshalb an den EXTRA TIPP und fragte „Was ist das für eine Monster-Mücke?“

Die Leser ließen sich nicht lange bitten und meldeten sich gleich scharenweise in der Redaktion. Darunter Menschen, die die seltsame Mückenart ebenfalls gesichtet haben und zahlreiche Insektenexperten. Auch Zoologie-Professor Heinz Hänel von der Uni Frankfurt meldet sich und ist überzeugt: „Es handelt sich um eine harmlose Raubfliege, Familie Asilidae. Die Grösse von 30 Millimeter ist normal für die Gattung Laphia. Also keine Mücke, sondern eine Fliege.“ Rückendeckung bekommt der Wissenschaftler von Leser Rolf Hohmann. Der sagt: „Es handelt sich bei dem Insekt, das Frau Staab erlegt hat, um die Schlichte Raubfliege. Dieses Insekt ist sehr nützlich, fängt schädliche Insekten. Daher sollte man es nicht töten.“ Auch im Internet meldet sich Leser J.M-S. zu Wort: „Das war bestimmt eine Raubfliege. Man sollte erstmal richtig hinsehen, bevor man zuschlägt. Dann kann man auch feststellen, ob das Insekt überhaupt Interesse am Menschen hat. Man hätte es vielleicht auch fangen können.“

Für Alice Staab ist das keine Option gewesen. Sie stellt klar: „Dieses Viech ist auf mich zugekrabbelt und wollte mich stechen.“

Doch auch, wenn die Raubfliege eine große Ähnlichkeit mit dem Staab-Exemplar aufweist, ein Rätsel bleibt. Während die Raubfliege keinen Saugrüssel hat, mit dem sie durch die Haut sticht, wies der Riesenbrummer. laut Staab, einen genau solchen auf. „Ich habe ihn durch die Lupe ganz genau gesehen. Eine normale Raubfliege ist dieses Exemplar ganz bestimmt nicht.“

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