Unterschlupf zwischen Laub und Bäumen

Rodgau lässt Obdachlosen im Wald überwintern

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Zwischen dicken Baumstämmen und viel Laub steht eine alte Schutzhütte im Rodgauer Wald, die von einem Obdachlosen bewohnt wird.

Rodgau – Mitten im Wald, der Kälte ausgeliefert, bewohnt ein Obdachloser eine alte Hütte. Die Stadt duldet den ungewöhnlichen Gast. Von Angelika Pöppel

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Mitten im Wald, am Rande eines Trampelpfades in Rodgau steht eine alte Schutzhütte. Hier hat seit einigen Monaten ein Mann Unterschlupf gefunden. Der Obdachlose hat die Hütte mit Plastik-Planen umwickelt, um sich vor dem Wind zu schützen. Auch über den Winter will er hier bleiben. Angst zu erfrieren habe er nicht, sagt er. Der grauhaarige, gut genährte Hütten-Bewohner trägt warme Kleidung und hat es sich in der Hütte gemütlich gemacht. Warum er im Wald lebt, verrät er nicht. Die Stadt duldet den ungewöhnlichen Gast. „Wir haben das im Blick, im Sommer waren wir bei ihm vor Ort“, sagt Simone Jäger Pressesprecherin der Stadt. Das Angebot in ein Obdachlosenwohnheim umzuziehen, lehnte er ab. „Er weiß, dass er Hilfe bekommen könnte“, betont die Sprecherin. Dennoch zieht der Einzelgänger den Wald vor. Einigen Spaziergänger ist der Wald-Mensch bereits bekannt. Bisher gab es keine Probleme.

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