Fantasy-Literatur

Der magische Bund der Freundschaft

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Im mittelalterlichen Gewand hält Jungautorin Silvia Grötsch stolz ihren Fantasy-Roman in den Händen.

Hofheim – Begonnen hat alles vor 18 Jahren, als Silvia Grötsch mit der letzten Seite ihres Fantasy-Romans „Die Magier von Lawayar“ begann. Immer wieder spukten der heute 32-Jährigen neue Ideen im Kopf herum, bis sie sich schließlich entschloss, ihr eigenes Buch zu schreiben. Von Fabienne Seibel

Im Sommer 2009 war es dann vollbracht: Der Fantasy-Roman, der im Mittelalter spielt und von den befreundeten Magiern Jashua und Simeon erzählt, war fertig. Das wurde mit einem rauschenden Fest gefeiert. „Das Buch und die lange Arbeit daran hatten es verdient“, so die Hofheimerin.

Im Mai dieses Jahres ist Grötschs Roman schließlich beim Papierfresserchen MTM Verlag erschienen. „Es war ein tolles Gefühl, nun endlich die Geschichte gedruckt und in einem Einband in den Händen zu halten, die mich schon mein halbes Leben lang begleitet hat.“

Die Erzieherin entdeckte schon als Jugendliche ihre Liebe zur Literatur und zum Mittelalter. „Ich habe mir damals mit einer Freundin ständig gegenseitig vorgelesen “, sagt die Jungautorin.

Faszination Mittelalter

Ihre Faszination für diese Epoche steigerte sich sogar so weit, dass Grötsch ihren Mann auf der Ronneburg mit einer mittelalterlichen Hochzeit heiratete. Heute besucht das Ehepaar, standesgemäß gewandt, regelmäßig Mittelalter-Veranstaltungen und -Märkte. „Ich genieße die Atmosphäre dort. Ich finde es faszinierend, dass die Menschen damals mit so wenig Materiellem auskamen, dafür aber zwischenmenschlichen Beziehungen ein ganz anderer Wert beigemessen wurde als heute“, so Grötsch.

Genau darum geht es auch in ihrem Roman. „Die Freundschaft der beiden Magier ist das zentrale Element, das die Handlung vorantreibt. „Während des Schreibens war es mir wichtig, die zwischenmenschlichen Züge aller Figuren klar herauszuarbeiten und jeder Figur ein Motiv für sein Handeln zu geben. Der Plot wird deshalb aus verschiedenen Perspektiven erzählt“, sagt die Hofheimerin. Das Buch ist zwar vordergründig für Jugendliche geschrieben, doch auch erwachsene Fantasy-Fans griffen bereits zu dem 688-Seiten- Schmöker.

Kritik an Globalisierung

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Die 32-Jährige wünscht sich manchmal, dass sich die Menschen heutzutage wieder mehr auf Zwischenmenschlichkeit besinnen: „Durch die ganze Globalisierung geht Freundschaft heute auch schnell kaputt. Die Verbindung zwischen meinen Figuren Simeon und Jashua ist meine romantische Vorstellung von Freundschaft, die es heute auf diese Art nicht mehr oft gibt.“ Obwohl die beiden Freunde zwischenzeitlich getrennt werden, reißt ihr Band der Freundschaft nie ab.

Für die Zukunft schließt es Grötsch nicht aus, noch weitere Fantasy-Bücher zu schreiben. Neue Ideen hat sie bereits. Weitere Infos zu „Die Magier von Lawayar“ unter www.lawayar.de.

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