Medien-Dreier bleibt ein Traum

"Am Anfang war das eine super Sache", erinnert sich Matthias Ullmann. Er behielt seine alte Telefonnummer. Alles lief problemlos. Der Wechsel zur Telekom-Konkurrenz hatte sich gelohnt.

Das einzige, was ihn ein bisschen ärgerte: Er hatte im Angebotsflyer überlesen, dass dennoch der bereits bestehende Kabelanschluss bezahlt werden muss. Was sollâ??s: Er und seine Frau wollen ja nach wie vor fernsehen.br /Aber Mitte September fiel der Telefonanschluss aus. Der Ärger begann. "Ich habe per E-Mail und Handy Unitymedia um Schadensbehebung gebeten", berichtet Ullmann. Aber entweder hing er Ewigkeiten in der Warteschlange, E-Mails wurden nicht beantwortet oder ihm konnte nicht weitergeholfen werden.br /Dem widerspricht Unitymedia-Pressesprecherin Katrin Köster: "Wir haben festgestellt, dass der Fehler nicht bei uns liegt, sondern in der Hausverkabelung." Allerdings räumt sie ein, dass von September bis November die Telefondrähte bei dem Kabelnetzbetreiber heiß gelaufen sind. Grund waren nicht Beschwerden, sondern viele Neukunden, die sich aufgrund der massiven Werbekampagne für das Angebot interessierten. "Da kann es zu längeren Wartezeiten gekommen sein", sagt Köster.br /Dass es an der Verkabelung im Haus liegen könnte, räumt Ullmann ein. Aber: Warum hat es dann am Anfang problemlos funktioniert? Und warum war Unitymedia nicht in der Lage, Techniker vorbei zu schicken, die sich das alles mal vor Ort anschauen? "Vielleicht lag es ja auch am Router", meint Ullmann. "Wir haben die Anfrage an ein Subunternehmen weiter gegeben", beteuert Köster. Was dann schief gelaufen ist, kann sie nicht nachvollziehen.Ullmann schaltete Ende Oktober eine Anwältin ein. Mitte Dezember stornierte Unitymedia den Vertrag und erstattete bereits getätigte Zahlungen. Was bleiben sind die Anwaltskosten.br /Das Thema Unitymedia ist bis auf den TV-Kabelanschluss für Ullmann erledigt. Das Konzept findet er nach wie vor Klasse â?? wenn es denn funktioniert hätte. Seit dieser Woche ist er wieder über das Festnetz erreichbar. Er ist zur Telekom zurück geke

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