Per Mausklick durch Frankfurt

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Screenshot der Google Street View Ansicht des Frankfurter Römers. Die Aufnahmen sind veraltet, wie das Plakat oben im Bild beweist.

Frankfurt – Startschuss für den 3D-Straßenatlas: Der umstrittene Kartendienst Google Street View ist am Donnerstag in Deutschland gestartet. Der Internet-Konzern schaltete die Panorama-Ansichten von 20 deutschen Städten frei. Auch Frankfurt am Main ist dabei.
Von Mareike Palmy

Ab sofort können sich die Nutzer des Internetanbieters Google am Frankfurter Mainufer vorbei klicken, den Römer ganz ohne Touristengedrängel überqueren oder die Skyline mit ihren Hochhäusern abfahren.

Bildmaterial von deutschen Metropolen wie Berlin, Hamburg, München oder Stuttgart stellt Google seit Donnerstag zur Verfügung und zeigt die Panorama-Ansichten der Straßen, Plätze und Sehenswürdigkeiten in einer 360-Grad-Ansicht.

Umstrittenes Street-View-Projekt startet in 20 deutschen Städten

Der virtuelle Spaziergang ist kinderleicht: Wer als Google-Maps-Nutzer sich eine der Städte anschauen will, kann mit der Maus ein kleines gelbes Männchen greifen und es auf den Stadtplan ziehen. Lässt man die Figur am gewünschten Ort fallen, schaltet Maps in den neuen Street-View-Modus um. Einfache Mausbewegungen schwenken den Blick rechts- oder linksrum, zu Boden oder nach oben. Faszinierende virtuelle Spaziergänge sind so möglich. Ein schwindelfreier Blick über Frankfurts Dächer oder ein Rundgang durch die Commerzbank Arena, mit Google Street View kann ganz Frankfurt erkundet werden. Doch nicht alles funktioniert reibungslos und nicht alle Frankfurter machen mit. Zudem häufen sich die Pannen: Beim Streifzug stößt man hier und da auf Dunstwolken. Rund drei Prozent der Frankfurter ließen sich verpixeln, ihr Gesicht und ihre Wohnhäuser auf den Straßen-Aufnahmen unkenntlich machen.

Anders als in anderen Ländern war Street View hierzulande auf heftigen Widerstand gestoßen. Auch Frankfurter und Offenbacher protestierten gegen den 3D-Straßenatlas (der EXTRA TIPP berichtete).

Virtueller Spaziergang durch die die Mainmetropole

Obwohl Google die Straßen schon lange mit seinen Kamerawagen abfotografiert hatte, ließ der Start deshalb auf sich warten. Trotzdem bietet der Dienst spannende Perspektiven, aber veraltete Fotos. Vielerorts in Frankfurt hat sich Einiges verändert. Denn die Aufnahmen zeigen die Stadt im Sommer 2008. Gebäude wie der Opernturm sind nur halb gebaut und am Tower185 klafft noch ein riesiges brachliegendes Gelände. Dafür bietet Street View jedoch überraschende Perspektiven, auch die Qualität der Fotos stimmt.

Bislang verlief der Start in Deutschland ohne Protest. Auch weiterhin kann Einspruch erhoben werden.

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