Ökofriseur macht die Haare schön

Ganz umweltbewusst: Mobiler Friseur macht die Haare schön

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So geht´s auf den Haarpartys von Martin Junglas zu: Im Grünen schneidet er gut gelaunt seinen Kunden die Haare, während sich der Rest bei Bier, Würstchen und Kuchen entspannt.

Frankfurt – Im Park, auf dem Spielplatz oder zu Hause: Martin Junglas ist Meister-Friseur und besucht seine Kunden mit dem Fahrrad. Alles was er braucht ist seine Schere. Tönungen, Haarspray oder Festiger gibt´s nicht, denn der 43-Jährige achtet bei seiner Arbeit auf die Umwelt. Von Dirk Beutel

Er braucht Platz. Er braucht Licht. Dann bekommt Martin Junglas gleich gute Laune. Und wenn er die hat, spüren das auch seine Kunden. So wie Daniela Scholl. Sie wurde von einer Freundin zu einer Haarparty auf einem kleinen grünen Flecken am Johanna-Tesch-Platz in Frankfurt eingeladen. Ein Grill ist aufgebaut, Decken liegen bereit und der Kuchen duftet vor sich hin. Eine entspannte Sause am Abend und der Meister-Friseur schneidet einem nach dem anderen die Haare. „Sonst ist der Friseurbesuch doch nur wieder irgendein Termin, den man versucht zwischendrin in der Hektik zu erledigen. Hier kann man sich entspannen“, sagt Scholl.

Aber das ist nicht der einzige Grund, warum Martin Junglas gerne gebucht wird: Zu seinen Kunden fährt er mit dem Fahrrad und besucht sie dort, wo sie gerade sind. „Ich lege meine Termine zeitlich entsprechend großzügig auseinander, damit ich nicht völlig verschwitzt und fertig ankomme.“ Alles, was er braucht, transportiert er in seinem roten Rucksack. Wasserspritze, Schere, Spiegel, Haarbürste, Haarschneidemaschine und ein Effiliermesser. Mehr gibt´s nicht. Kein Haarspray, keine Tönungen, auch keinen Fön. Denn der 43-Jährige achtet auf die Umwelt. „Ich benutze nichts, was keinen Sinn macht.“ Und wenn jemand tatsächlich den Wunsch nach einer neuen Farbe hat, rührt der gebürtige Koblenzer Biofarben mit heißem Wasser an. Alles was aus Plastik, Dosen oder mit Treibhausgasen zu tun hat, lehnt Junglas ab. Deshalb braucht man ihn auch nicht nach einer Dauerwelle zu fragen. „Das lehne ich ab. Es ist schlecht für den Körper und die Umwelt.“

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Seit zwei Jahren lebt Junglas in Frankfurt und bietet seinen mobilen Service seit einem Jahr an. Seine Touren haben ihn bislang drei Paar Reifen und drei gebrochene Speichen gekostet. Die weiteste Strecke, die er jemals zurückgelegt hat, ging bis nach Noves in Südfrankreich. „Ich hab das dann gleich mit einem kleinen Urlaub verbunden“, sagt er mit einem Lächeln.

Mehr Infos unter http:// hmobil.jimdo.com/martin-junglas.

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