Mit Titel ausgezeichnet

Sie ist die schönste 74-Jährige der Region

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Ihr Rezept ist eine positive Lebenseinstellung: Margit-Christin Müller-Davidi aus Heusenstamm wurde Vize Miss 50plus.

Region Rhein-Main – Noch nie waren Frauen über 50 so attraktiv und voller Ausstrahlung wie heute. Das Alter spielt keine Rolle, wie man an Margit Christine Müller-Davidi sieht. Die 74-Jährige wurde Zweite beim Schönheitswettbewerb Miss 50plus Germany. Von Dirk Beutel

Eigentlich war alles nur ein Scherz – bestärkt ihr Mann Wolfgang. In einer Fernsehzeitschrift entdeckt Margit Christine Müller-Davidi den Aufruf zum ersten Schönheitswettbewerb Miss 50plus Germany. „Das ich mich da bewerbe, war nur als Gag gedacht. Ich habe nie damit gerechnet, dass man mich wirklich einladen würde“, sagt die heute 74-Jährige. Aber sie wurde. Und sie setzte sich gegen über 980 Konkurrentinnen durch. Mehr noch. Die ehemalige Lehrerin wurde Vize-Miss 50plus Germany. Und das als mit Abstand älteste Teilnehmerin. „Da waren fast ausschließlich Frauen zwischen 50 und 55 Jahren, eine schöner als die andere“, sagt Müller-Davidi, die im April ihrer Tochter nach Heusenstamm gefolgt ist. Noch heute leuchten ihre Augen, wenn sie von der Misswahl erzählt. Im Dirndl, im Businessoutfit und im Abendkleid präsentieren sich die Damen der Jury. „Es war ein tolles Erlebnis für mich. Ich konnte lachen und gleichzeitig vor Freude weinen.“ Noch einmal mitmachen hat sie bereits ausgeschlossen. „Das war eine einmalige Sache. Mehr geht nicht“, sagt sie.

Jugendwahn klingt langsam ab

Der Erfolg war schmeichelhaft für Müller-Davidi und hat sie in ihrer Einschätzung bestätigt: „Der Jugendwahn klingt langsam ab. Noch nie waren die Älteren so geistig wach und flott unterwegs wie heute“, sagt sie voller Selbstbewusstsein. Ein Rezept für ihre Schönheit hat sie nicht. Das wichtigste sei eine gesunde Einstellung zum Leben. „Man muss in allem das Positive erkennen“, sagt sie. Sport war und ist zum Beispiel kein Thema. Dafür ist Müller-Davidi aber gut zu Fuß, hat vor drei Jahren den etwa 800 Kilometer langen Jakobsweg bewältigt. Beim Essen achtet sie darauf, sich gesund zu ernähren, kleine Naschereien sind aber erlaubt. „Man will sich doch nicht quälen. Man muss alles in Maßen genießen.“ Auch mit dem Thema Botox geht die 74-Jährige locker um: „Mein Mann würde die Krise kriegen. Aber ich könnte mir das schon vorstellen.“ Schließlich gehe es darum, dass man sich selbst in seiner Haut wohl fühle. „Wenn jemand älter wird, heißt das noch lange nicht, dass man sich klein machen muss. Ganz im Gegenteil. Man sollte voller Stolz etwas aus sich machen.

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