Bundesfamilienministerin bleibt am Ball

Manuela Schwesig besucht Frankfurter Seniorengymnastik

+
Haben bei „Aktiv bis 100“ mitgeturnt: Während Manuela Schwesig schon ihren Gymnastikball über den Kopf hebt, wartet Peter Feldmann noch auf seinen.
  • schließen

Frankfurt – Familienministerin Manuela Schwesig war zu Besuch in Frankfurt – um gemeinsam mit Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann Gymnastik zu machen. Der EXTRA TIPP war dabei. Von Christian Reinartz

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig im Gespräch mit EXTRA TIPP-Redakteur Christian Reinartz.

Manuela Schwesig (SPD) hat keine Berührungsängste. Als sie den Turnraum im Caritas-Lebenshaus St. Leonhard an der Buchgasse betritt, schauen die alten Leute auf. Sie sitzen in einem Stuhlkreis, halten nervös jeweils einen Gymnastikball fest. Die Bewegungsgruppe ist Teil des Frankfurter Netzwerks „Aktiv bis 100“ und hat das Interesse der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geweckt. So ganz geheuer ist das den Senioren im Lebenshaus aber offensichtlich nicht, wenn eine Ministerin zu Besuch kommt. Die bricht das Eis jedoch ganz schnell. „Wir machen einfach mit“, sagt Schwesig, schnappt sich Oberbürgermeister Peter Feldmann, und auf geht’s in den Kreis, der schnell um zwei Stühle erweitert wird. „Darf man hier die Schuhe ausziehen?“, fragt Schwesig. Spätestens jetzt ist das Eis gebrochen. Die Blicke der Alten sagen: „Das ist eine von uns. Das ist unsere Seniorenministerin.“

Dann geht’s los mit dem Fitnessprogramm bei 37 Grad Außentemperatur: Ball über den Kopf, Fuß auf den Ball und kreisen lassen, Ball in die Luft werfen. Schwesig macht die Übungen routiniert mit. Feldmann auch, wobei ihn sein Anzug etwas behindert. Schwesig hat’s da in luftigem Rock und Seidenbluse einfacher.

Spätestens nach dieser Gymnastikeinlage sind die Senioren nicht mehr zu bremsen und nutzen die Chance, ihrer Ministerin und ihrem OB Fragen zu stellen, die sie beschäftigen. Etwa nach bezahlbaren, altersgerechten Wohnungen für Rentner, die zu viel Geld für eine geförderte Wohnung haben, aber zu wenig, um in einem Edelwohnheim unterzukommen. Schwesig nickt. „Das ist ein Problem, das wir auf dem Plan haben“, sagt die Ministerin. Feldmann stimmt zu: „Diese Lücke müssen wir schließen.“

Nach 20 Minuten ist die Gymnastik-Stunde vorbei. Schwesig schlüpft wieder in ihre Pumps. Sie wird im Rathaus erwartet, sagt Feldmann.

Was sie von ihrem Besuch im Lebenshaus mitnimmt? „Es hat mit gezeigt, wie gut ein solches Projekt mit älteren Menschen funktionieren kann.“ Diese Eindrücke aus Frankfurt werde sie mit in die Politik nach Berlin nehmen.

So trainierte Manuela Schwesig mit Senioren

Christian Reinartz

Christian Reinartz

E-Mail:christian.reinartz@extratipp.com

Kommentare