Bembelboot abgelehnt

Der Main ist dicht: Keine Gastronomie mehr am Ufer

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Das Frankfurter Mainufer zieht zahlreiche Besucher an.

Frankfurt – Seit Wochen sorgt die Ablehnung der Stadt Frankfurt des Bembelbootes am Main für Aufregung. Nach Dönerboot, Eiswagen und Cocktailstand wollte auch Jörg Schurig mit seinem Boot ein Geschäft aus dem Besucherandrang am Mainufer machen. Doch damit ist Schluss. Von Angelika Pöppel

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Der Gastronom Jörg Schurig könnte mit seinem Bemebelboot sofort ablegen, um am Mainufer Ebbelwoi, Handkäs‘ und Grie‘ Soß zu verkaufen. Seit März kämpft Schurig gegen den Magistrat. Obwohl die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung den Liegeplatz an der Wesler Werft genehmigt hat, lehnt das Grünflächenamt ab. Grund: Die Stadt vergibt generell keine Genehmigungen mehr für jegliche Imbiss-Buden oder Snack-Boote am Mainufer. Denn: „Das Angebot reicht aus. Knapp 20 Anbieter gibt es pro Mainseite“, erklärt Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamts. Grundsätzlich war vorgesehen, das zwischen den Brücken jeweils zwei Gastronomen auf jeder Seite verkaufen dürfen. Noch vor 15 Jahren gab es gar keine Gastronomie am Main. Und: Dort wo das Bembelboot anlegen will – an der Weseler Werft – liegt bereits das neueröffnete Oosten.

Erst vor kurzem eröffnete gegenüber des Oostens auch ein mobiler Cocktailstand. „Es gab auch Beschwerden von Bürgern, denen es zu viel wird“, erklärt Heldmann. Schließlich wohnen Frankfurter auch direkt am Mainufer. Und er fügt hinzu: „Man hätte sich vorher um eine Genehmigung kümmern müssen.“

Dennoch haben Anhänger des Äppler-Bootes eine Petition für das Boot gegründet. 10.000 Stimmen werden benötigt, bisher haben über 1000 Befürworter ihre Stimme abgegeben. Sie sprechen bereits von einem Frankfurter Kult-Boot.

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